Sonntag, 24. November 2013

Der Aktionismus der Managergehälter

Die Schweiz hat heute darüber abgestimmt Managergehälter zu deckeln. Hier schlug man vor, ein Geschäftsführer dürfe maximal den zwölffachen Lohn des am geringsten bezahlten Arbeitnehmers im Betrieb erhalten. Die Schweiz hat zu 65% dagegen gestimmt. Zu recht!
In Deutschland kommt außerdem gerne die Forderung einer generellen Deckelung der Gehälter auf 500.000€ im Jahr an den Tag.

Diese Forderung kommen in der Bevölkerung gut an und zeigen wie neidzerfressen die Bürger sind. Man kann mit Recht die sich öffnende soziale Schere anprangern. Nur wäre es da nicht sinnvoll etwas gegen den Zustand der Armen zu machen anstatt nur dafür zu Sorgen, dass die Reichen weniger reich sind? Dem Niedriglöhner ist dadurch nicht geholfen wenn der Boss weniger verdient. Genau genommen zieht er daraus nur einen Schaden.

Es gibt mehrere Optionen für eine folgende Entwicklung bei einer solchen Klausel:

Die unwahrscheinlichste wäre tatsächlich eine Gehaltserhöhung aller Mitarbeiter. Die kommt garantiert nicht. Sehr viel wahrscheinlicher ist das Outsourcing von Kräften. Also die ganzen Geringverdiener arbeiten bei Fremdunternehmen und werden so nicht einberechnet. Im schlimmsten Fall als Scheinselbstständige wodurch sie sozial noch schlechter abgesichert wären.
Die Manager können offiziell an einer Außenstelle der Firma beschäftigt werden wo diese Regelung nicht gilt. Ist aber rechtlich schwierig. Wahrscheinlicher wäre es wenn, dass die Führungskraft ins Ausland geht, wenn viel Geld lockt. Zurück bleiben dann die, die auch nicht mehr Geld wert sind. Oder anders gesagt... wer bleibt für 500.000€ im Jahr wenn er auch 2 Millionen haben kann?