Mittwoch, 12. September 2012

Geburtenproblematik bei Akademikern

Gerade wird wieder die Geburtenproblematik diskutiert. Gerade Akademiker bekommen erst sehr spät und dann nur wenige Kinder. Gerade bei ihnen wären Kinder jedoch erwünscht.

Wo liegt das Problem? Beim fehlenden Zeitpunkt.

Wenn man sich den üblichen Werdegang anschaut bei einem Studienbeginn mit 21 und einer Studiendauer von ca. 7 Jahren sowie anschließenden Praktika und der Sammlung von ein paar Jahren Berufserfahrung anschaut sieht man oft die erste Schwangerschaft zwischen 32 und 35.  Biologisch ist das suboptimal. Beim ersten Kind mag das noch gut gehen - aber für weitere wird es schnell eng. Da verlassen die Kinder stellenweise das Elternhaus erst zum Renteneintritt der Eltern.

Dahinter steht der Wunsch für die Kinder Zeit und Geld zu haben. Genau das fehlt vielen Studenten. Die meisten Studenten sind sowieso klamm bei Kasse und da noch ein Kind mitfinanzieren? Auch die Zeit ist ein Problem. Es gibt zwar einige Familienfreundliche Studienplätze die durch geringe Anwesenheitspflichten eine hohe Flexibilität für die Eltern ermöglichen. Genug andere Studiengänge sind jedoch absolut familienuntauglich. Wer von 8-18Uhr Anwesenheitspflicht hat und danach noch lernen muss, kann unmöglich ein Kind versorgen.

Lösungen? Keine. Zwar kann man die Kinderbetreuung verbessern und die Förderungen erhöhen. Genauso sollte man vermitteln, dass es im Beruf noch viel schwerer ist Kinder zu bekommen - während sie nach einer Geburt im Studium zum Berufseintritt bereits aus dem Gröbsten raus sind.

Ein ganz anderer Faktor der interessant ist: Durch Bologna und G8 verschiebt sich das Alterspektrum. So sind viele zum Studienbeginn nur 18 Jahre alt und brauchen für einen Bachelor stellenweise nur 3 Jahre. Selbst mit Praktika und etwas Berufserfahrung kann man so immer noch Kinder mit mitte 20 bekommen.

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