Mittwoch, 5. Dezember 2012

Abschaum-Viertel in Holland

Basierend auf dieser Meldung:
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/netherlands/9719247/Amsterdam-to-create-scum-villages.html

Und auch als Kopie in auf deutsch bei Stern.de

Mir blieb gerade der Atem weg. Die Niederlande wollen jetzt also Ghettos bauen. Billigwohnungen aus Schiffscontainern (wie auf Baustellen) sollen dabei zu Wohnblocks vereint werden. Darin wohnt dann der "Abschaum" und wird rund um die Uhr polizeilich überwacht.
Der Umzug dahin wäre natürlich nicht freiwillig - man hat dann die Wahl zwischen Ghetto oder Obdachlosigkeit. Abschaum sollen wohl in erster Linie Kleinkriminelle sein. Bietet natürlich auch Möglichkeiten sich anderer Bevölkerungsgruppen zu entledigen. Ethnische Minderheiten oder die Opposition bietet sich dazu an. Selbst ungeliebte Nachbarn wird man damit schnell los. Ein paar Beschwerden und schon geht es ins Ghetto.

 Zur Erinnerung, wir sprechen hier nicht von Myanmar oder Nordkorea, sondern von den Niederlanden. Unsere Nachbarn. Die dann bereitwillig die Menschenrechte und Gesellschafts-Ethik mit den Füßen treten.
Das Projekt ist keineswegs ein Gedankenspiel von bekloppten Rechtsextremisten, sondern bereits in der Planungsphase.

Donnerstag, 8. November 2012

Warum der Mindestlohn sein muss

Immer wieder gibt es Debatten zum Thema Mindestlohn. Wie hoch muss er sein? Schadet er nicht mehr als er nutzt? Gibt es dadurch gar mehr Arbeitslose?

Brauchen wir einen Mindestlohn?
Ja! In vielen Branchen werden die Löhne systematisch gedrückt. Durch diese Lohndrückerei gibt es viele Tausend Aufstocker - wir finanzieren durch unsere Sozialabgaben also die Niedriglöhne in ganzen Branchen. Viele Arbeitgeber würden gerne mehr zahlen, der Konkurrenzdruck lässt dies jedoch nicht zu. Würde nur ein Anbieter die Löhne erhöhen, würde er preislich über der Konkurrenz liegen und so viele Aufträge verlieren. Natürlich kann man diese Effekte durch Tariflöhne abbremsen, aber gerade im Niedriglohnbereich sind Tariflöhne die Ausnahme - zu breit ist das Berufsspektrum.

Welche Höhe sollte er haben?
Je nach Institution werden Mindestlöhne zwischen 7€ und 15€ gefordert. Generell sind hohe Mindestlöhne zwar löblich, allerdings sind sie realitätsfremd. Mit einem Mindestlohn von 15€ würde fast jeder Arbeitnehmer eine Gehaltserhöhung bekommen - denn wenn 15€ Mindestlohn ist, arbeitet kaum noch jemand mit Berufsausbildung oder Studium freiwillig für weniger als 20€ die Stunde. Das Resultat wäre eine wahre Preisexplosion in vielen Bereichen. Die Konsequenzen für die Wirtschaft wären unabsehbar.
7€ hingegen wäre sehr niedrig. Kaum ein Arbeitnehmer würde dadurch erfasst werden.
Mein Vorschlag liegt bei 8€ pro Stunde. Das wären 1200-1280€ brutto im Monat für eine Vollzeitbeschäftigung. Das reicht gerade so zum Leben für einen Single. Das ist zwar wenig würde dennoch schon viele Branchen treffen. Die Leute die derzeit weniger verdienen - aber auch die die bislang kaum höhere Gehälter bekamen sind in einer besseren Verhandlungsposition. Durch diesen gemäßigten Mindeslohn hätten Unternehmen etwas Zeit ihre Kostenkalkulationen anzupassen. Genauso könntem man für die folgenden Jahre beobachten wie sehr die Lebenshaltungskosten durch den Mindestlohn steigen. Nach einigen Jahren Beobachtungszeit (ca. 5 Jahre) sollte man den Mindestlohn auf 9€ erhöhen.


Ist es nicht besser den Mindestlohn regional festzulegen?
Nein. Der bürokratische Aufwand wäre enorm und die Transparenz würde deutlich leiden. Einige Leute würden durch eine strategisch günstige Standortwahl die Löhne wieder drücken. Außerdem würden so Bewohner strukturschwacher Regionen für die schlechte Infrastruktur entschädigt.

Der Mindestlohn schafft Arbeitslosigkeit!
Auch das stimmt für die meisten Branchen nicht. Das Argument der dadurch steigenden Automatisierung kommt für viele Branchen nicht in Frage. In der Industrie gibt es kaum Niedriglöhner - die meisten sind Dienstleister. Paketfahrer oder Frisöre lassen sich nicht durch Maschinen ersetzen. Gleiches gilt für das Argument der Abwanderung ins Ausland. Der Frisör wird vor Ort gebraucht und kann nicht abwandern.
Da die Arbeit in aller regel auch weiterhin erledigt werden muss, wird sich nicht viel ändern. In einigen Betrieben wird sich die Mitarbeiterstruktur jedoch ändern. Ein Großteil der Niedriglöhner haben - entgegen der landläufigen Meinung - hat gar keine Vollzeitbeschäftigung sondern nur einen Minijob. So arbeiten viele Frisöre für 400€ im Monat und das 60-70 Stunden im Monat. Dadurch wird der Kündigungsschutz umgangen und die unternehmerische Flexibilität ausgebaut. Nicht zuletzt spart man bei den Sozialabgaben. Nur dadurch werden dann auch die Löhne von stellenweise nur 6€ pro Stunde für das Personal erträglich. Durch einen Mindestlohn von 8€ wären jedoch nur noch maximal 50 Stunden im Zuge eines Minijobs möglich. So müssten entweder mehr Minjobber beschäftigt werden - oder mehr Festangestellte in den Betrieb übernommen werden. Der Arbeitsmarkt würde sich also eher verbessern.

Es spircht also nichts gegen eine baldige Einführung eines Mindestlohn!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Plädoyer für den Fahrscheinlosen ÖPNV

In Anbetracht eines fairen ÖPNV schlage ich den fahrscheinlosen ÖPNV vor. Fahrscheinlos bedeutet keineswegs kostenfrei.
Wie in vielen anderen Solidarsystemen zahlt einfach jeder Bürger eine bestimmte monatliche Summe ein. Bereits mit 30-40€ pro Bürger im Monat ließe sich viel erreichen. So könnte dann jeder Bürger ohne weitere Tickets Bus&Bahn fahren.

Die Vorteile dabei liegen auf der Hand. Zum einen wird so auch einkommensschwachen Bürgern das Bahnfahren ermöglicht und zum anderen steigt die Bereitschaft das Auto stehen zu lassen. Während man derzeit noch extra eine Fahrkarte erwerben müsste und so eher das bereitstehende Auto nimmt, würden so viele Bürger eher Bus und Bahn nutzen. Der Umwelt käme es zu Gute und die Städte würden entlastet werden.

Einziger zu beachtender Punkt: Zunächst sollte man dieses Konzept im städtischen Raum anweden. Bei Erfolg wäre eine bundesweite Lösung denkbar. In diesem Fall müsste man den Fernverkehr subventionieren, da dieser sonst aufgrund der hohen Mehrkosten gegenüber dem Regionalverkehr nicht mehr genutzt werden würde.

Mittwoch, 12. September 2012

Geburtenproblematik bei Akademikern

Gerade wird wieder die Geburtenproblematik diskutiert. Gerade Akademiker bekommen erst sehr spät und dann nur wenige Kinder. Gerade bei ihnen wären Kinder jedoch erwünscht.

Wo liegt das Problem? Beim fehlenden Zeitpunkt.

Wenn man sich den üblichen Werdegang anschaut bei einem Studienbeginn mit 21 und einer Studiendauer von ca. 7 Jahren sowie anschließenden Praktika und der Sammlung von ein paar Jahren Berufserfahrung anschaut sieht man oft die erste Schwangerschaft zwischen 32 und 35.  Biologisch ist das suboptimal. Beim ersten Kind mag das noch gut gehen - aber für weitere wird es schnell eng. Da verlassen die Kinder stellenweise das Elternhaus erst zum Renteneintritt der Eltern.

Dahinter steht der Wunsch für die Kinder Zeit und Geld zu haben. Genau das fehlt vielen Studenten. Die meisten Studenten sind sowieso klamm bei Kasse und da noch ein Kind mitfinanzieren? Auch die Zeit ist ein Problem. Es gibt zwar einige Familienfreundliche Studienplätze die durch geringe Anwesenheitspflichten eine hohe Flexibilität für die Eltern ermöglichen. Genug andere Studiengänge sind jedoch absolut familienuntauglich. Wer von 8-18Uhr Anwesenheitspflicht hat und danach noch lernen muss, kann unmöglich ein Kind versorgen.

Lösungen? Keine. Zwar kann man die Kinderbetreuung verbessern und die Förderungen erhöhen. Genauso sollte man vermitteln, dass es im Beruf noch viel schwerer ist Kinder zu bekommen - während sie nach einer Geburt im Studium zum Berufseintritt bereits aus dem Gröbsten raus sind.

Ein ganz anderer Faktor der interessant ist: Durch Bologna und G8 verschiebt sich das Alterspektrum. So sind viele zum Studienbeginn nur 18 Jahre alt und brauchen für einen Bachelor stellenweise nur 3 Jahre. Selbst mit Praktika und etwas Berufserfahrung kann man so immer noch Kinder mit mitte 20 bekommen.