Samstag, 4. Juli 2009

Noch höhere Staatsverschuldung?

Aktuell ist immer wieder im Gespräch ob sich der Staat noch weiter verschulden soll. Viele meinen, der Staat solle sich raushalten.
Vielleicht reicht es aber auch wenn der Staat genauer prüft wen er subventioniert.

Beispiel Opel:
Opel ist ein profitables Unternehmen, dass durch verschulden von GM kurz vor der Insolvenz steht. Mehrere zehntausende Arbeitsplätze hängen davon ab. Hier ist die staatliche Förderung sinnvoll. Opel ist ein Unternehmen, das auch in Zukunft noch hohe Gewinne einfahren kann. Natürlich lohnt sich die Förderung nur wenn das Geld zugunsten Opels eingesetzt wird.

Beispiel Abwrackprämie: Es wird kein Unternehmen direkt gefördert jedoch soll so die Wirtschaft angekurbelt werden. Das Problem: Es werden gar nicht soviele Autos mehr verkauft und das Geld wird einseitig verteilt. So kaufen viele Leute jetzt ein neues Auto und verschieben die Renovierung ihres Hauses um einige Jahre. Für den Staat ist das ganze eher nur ein Steuerverlust. Denn bereits bei einem Verkaufspreis von 13200€ ist die Abwrackprämie schon durch die Mehrwertsteuer wieder drin. Aber die deutsche Wirtschaft profitiert letztendlich kaum von der Prämie.

Beispiel Arcandor: Jahrelang wurde Misswirtschaft betrieben. Quelle sowie Karstadt taten sich eher durch unattraktive Angebote hervor als durch neue Verkaufsideen. Durch solches Marketing ist die Insolvenz vorprogrammiert. Nur jetzt zahlt der Staat für ein Unternehmen, das sowieso nicht mehr marktfähig ist. Ökonomisch völliger Unsinn und für den Staat ein erneuter Geldverlust der über die kommenden Jahrzehnte abgeleistet werden muss.

Man sieht also: Es ist gar nicht so einfach auszuwählen wer das Geld auch verdient hat!

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