Sonntag, 9. August 2009

Was passiert jetzt mit der SPD?

Gerade habe ich in den Nachrichten des Hessischen Rundfunks gehört, dass die vier Abweichler, die die Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin verhindert haben, eine neue sozialliberale Partei gründen werden. Nach den Angaben des HR soll auch Ex-Wirtschaftsminister Clement (ehemals SPD) für diese neue Partei gewonnen werden, dieser lehnt jedoch ab. Ebenfalls wird um enttäuschte CDU-Mitglieder geworben.
Clement hatte im Vorfeld der Landtagswahl in Hessen dazu aufgerufen, nicht die SPD zu wählen, da er die klimapolitischen Ambitionen Ypsilantis für überzogen und unrealistisch hält. Dabei ist zu bedenken, dass Clement seit 2006 Mitglied im Aufsichtsrat des RWE sitzt und somit ein Vertreter der Kohle- und Atomlobby ist.
Aufgrund seines Aufrufes entschied die Landesschiedkommission der SPD in NRW Clement aus seiner Partei auszuschließen. Dagegen klagte er erfolgreich vor der Bundesschiedskommission, diese erteilte ihm jedoch eine Rüge. Clement trat daufhin aus der SPD aus.

Was geschieht nun mit der SPD? Inwiefern wird diese neue sozialliberale Partei dem rechten Flügel der SPD Mitglieder abgraben und die Partei weiter zersplittern? Wie wird der Wähler gerade vor dem Hintergrund der im September stattfindenden Bundestagswahlen reagieren? Die neue Partei wird sicherlich noch nicht antreten dürfen, aber für Unruhe und Zersplitterung im Wählerlager wird dieses Thema gewiss sorgen.

Schauen wir mal in die Zukunft: Wenn es diese "rechten Sozialdemokraten" schaffen sich zu etablieren, was passiert dann mit dem linken Flügel? Ist dann die SPD als Partei zerstört?
Als diese harten Flügelkämpfe innerhalb der SPD vor den hessischen Landtagswahlen stattgefunden haben, dachte ich spaßeshalber, dass die Seeheimer, also die eher Konservatien, der CDU beitreten könnten und der linke Flügel der Linkspartei, da eine Versöhnung der beiden Stömungen nicht in Aussicht stand. Was ist, wenn diese neuesten Geschehnisse tatsächlich darauf hinarbeiten? Ich kann eine starke Linke nur befürworten, aber was die Wählerschaft von den total zerütteten Verhältnissen in der Sozialdemokratie halten wird, ist eine andere Frage. Ich hoffe, dass sie sich nicht der "bürgerlichen" Parteien zuwendet, denn das wäre eine Schande sowohl für die linke Strömung in der SPD als auch für die Linkspartei.

Montag, 13. Juli 2009

Die perfekte Erziehung Teil 2

In Teil 1 der als perfekt propagierten Erziehung ging es um die Frühbildung des Kindes. Dazu gehören Privatkindergärten, bilinguale Erziehung, Grundschule in 2 Jahren etc.

In Teil 2 wird es um die Zeit auf den weiterführenden Schulen gehen.
Hier spalten sich die Meinungen der Eltern. Aber in einem sind sie sich einig: Ihr Kind ist besonders begabt. Sieht das in der Schule nicht so aus kommt das Kind auf eine Privatschule. Reichen die Noten probiert man es mit einem herkömmlichen Gymnasium. Jedoch wird dem Kind konsequent vermittelt es müsse zu den besten gehören. Wer nimmt schließlich noch jemanden mit nem 3er Schnitt im ABI? Nur mit 1,0 kann das Kind später auf jede Hochschule gehen. Und genau darauf wird das Kind getrimmt. Leistung!
Nebenbei sollte es natürlich auch sportlich sowie musikalisch sein. Die Welt sieht der Zögling auf den zahlreichen Bildungsreisen. So können Sprach- und Geographiekenntnisse verbessert werden. Die Eltern können so auch überall ihren erzieherischen Erfolg zeigen. Durch konsequentes Training bringt das Kind auch die erwarteten Noten nach hause.
Und wie geht es dem Kind? Ein Kind das in der Schule kaum Freunde findet, da es vor lauter Lernen keine Zeit hat? Ein Kind das sich selbst große Vorwürfe macht, wenn es die hoch gesteckten Anforderungen nicht erfüllt?

An diese Probleme denkt niemand solange die Noten stimmen.
In Teil 3 geht es weiter mit der Hochschulwahl.

Samstag, 4. Juli 2009

Was ist Sozialismus?

Für mich persönlich bedeutet der Sozialismus viel mehr als nur die Einführung von Mindestlohn, Begrenzung der Managergehälter oder die Erhebung eines Spitzensteuersatzes für Bestverdiener. Der Sozialismus ist eine Überzeugung, die das gesamte Leben und Handeln eines Menschen in einer vielseitigen Gesellschaft durchzieht und völlig neu bewertet.

Sozialismus, das ist ein Wertesystem, in dem nicht das Streben nach mehr und mehr Reichtum an erster Stelle steht, sondern der Mensch mit seinen individuellen Fertigkeiten, Chancen und Problemen.

Sozialismus, das bedeutet, sich nicht immer an die Spitze setzen zu müssen, sondern auch zu verzichten, wenn dies zum Wohle unserer Mitmenschen geschieht.
Seine Egoismus zurückzuschrauben mag schwer fallen, ist es jedoch geglückt, belohnt das gute Gewissen diese Tat sofort.

Sozialismus, das bedeutet Frieden unter den Menschen.
In unserer heutigen Welt müssen Menschen ihr Leben lassen, weil sie Opfer von Macht- und Kapitalinteressen sind. Sie metzeln sich gegenseitig nieder, um ihre unersättliche Gier zu befriedigen.
Tagtäglich sehen wir in den Nachrichten Bilder, des Tamilen-Konflikts, der immer noch nicht vollständig gelöst ist, des Bürgerkriegs Burundis, wo sich Hutu und Tutsi bekämpfen oder des Nordirland-Konfliktes, der in letzer Zeit wieder aufflammt.
Aber auch der internationale Terrorismus, der sich von fundamentalistischen Gruppen wie Hamas, Hisbollah, Al-Quaida, der Taliban oder der Dschihad-Union nährt, basiert auf Machtgier und Intoleranz.
Doch nicht nur auf der politischen, sondern auch auf der privaten Ebene existieren Kämpfe um Einfluss und Reichtum.
Menschen sind eifersüchtig aufeinander, ihre Seelen werden von der eigenen Habgier zerfressen und ihr Egoismus lässt keinen Platz für ein Mitfühlen mit dem anderen; von Nächstenliebe kann also erst recht keine Rede sein.
Als tief überzeugter Sozialist und gläubiger, aktiver Christ ist es meine Pflicht, mich sowohl für den privaten als auch für den politischen Frieden einzusetzen.

Sozialismus bedeutet auch, sich nicht einfach mit politischen und sozialen Gegebenheiten, die man als Widerspruch zu den eigenen Überzeugungen und Werten auffasst, abzufinden.
Jeder Mensch muss das Recht haben, in Wort und Schrift seine Meinung kundzutun, solange es nicht die Würde eines anderen verletzt.
Für die Einforderung der eigenen Rechte ist es oftmals nötig, auf die Straße zu gehen oder sich an einem Streik zu beteiligen.
Wie sonst kann man etwas an seiner Situation verändern?
Die aktuellen Tumulte in Teheran zeigen deutlich:
Das Volk ist unbequem und unterschreibt nicht all die Lügen, die die angebliche "Gottesherrschaft" ihm präsentiert. Die Menschen gehen trotz Demonstrationsverbot auf die Straße und riskieren dabei ihr Leben. Für mich ist das der höchste Ausdruck des Non-Opportunismus.
Leider sind wir in Deutschland von dem Mut und der Tatkraft der Iraner weit entfernt.
Viele nehmen noch nicht einmal ihre ureigensten Demonstrationsrechte wahr.
Der Sozialismus braucht jedoch ein kritisches Volk, um den Aufbau einer neuen Gesellschaft überhaupt bewerkstelligen zu können.
Auch innerhalb einer sozialistischen Gesellschaft muss Kritik ein ewiger Anreiz zur Weiterentwicklung u. a. im Bereich der Politik sein und mithelfen, Lösungen für bestimmte gesellschaftliche Probleme gemeinsam zu finden.
Dass kritische Stimmen in der UdSSR und nach dem Zweiten Weltkrieg im gesamten Ostblock unterdrückt wurden, halte ich für einen der größten Fehler, die damals begangen wurden und den die "Sowjet"-Regierung in Moskau mit all ihren Mitläufern zu verantworten hatte. Ein gutes Beispiel für diese unterdrückten kritischen Stimmen im Ostblock ist der Prager Frühling 1968. Politiker wie Alexander Dubcek kämpften für einen humanen Sozialismus. Dies duldete Moskau jedoch nicht und ließ Panzer nach Prag rollen.
Ein politisches System lebt davon, dass es sich ständig reformiert, verbessert. Es müssen unbedingt Erfahrungen ausgetauscht werden, die in der politischen Realtiät eine Rolle spielen können.
Falls diese Interaktion nicht stattfindet, besteht die Gefahr, dass politische Ideen weniger, die möglicherweise noch über eine dominante Persönlichkeit verfügen, zu unabänderlichen Dogmen erklärt werden. Dies ist das Schädlichste, was einem politischen System geschehen kann.
Gegner dieser Dogmen werden "aus dem Weg geräumt" und der Weg für eine Herrschaft weniger, einer Oligarchie, geebnet.
So ist es in den Ostblockstaaten geschehen, jedoch auch schon Ende der zwanziger Jahre, nachdem Stalin in der Sowjetunion die Macht erhielt, alle Kommunisten der Welt auf sich einschwor und ungemütliche Genossen diffamierte, aus den Parteien drängte oder töten ließ.
Das Gefährliche hierbei war, dass sich nun die Macht in den Händen weniger konzentrierte, die allesamt den gleichen Kurs vertraten.
Da die politische Interaktion ausblieb, gab es keine andere Möglichkeit, die Mängel des Systems zu beheben, ja noch nicht einmal zu kritisieren.
Somit entfremdete sich die Staatsführung mehr und mehr von dem Volk, das sie eigentlich zu regieren hatte und übersah dessen Anliegen und Bedürfnisse.
Diese Tatsache verbunden mit einem Misstrauen gegen das Volk vonseiten der Staatsführungen der UdSSR und der Satellitenstaaten führten letztendlich zu einem Zusammenbruch des kompletten Systems.
Die politische Führung des "Realsozialismus" hatte sich somit ihre eigene Grube gegraben und ist hineingefallen.


Aber zurück zu dem Wertesystem Sozialismus, von dem ich zu Beginn sprach:
Finanzieller Reichtum darf keinesfalls an erster Stelle stehen.
Vor längerer Zeit berichteten die Medien über den Selbstmord des "Pharma-Imperium"-Besitzers Merckle. Er soll sich angeblich aufgrund der drohenden Insolvenz seines Unternehmens vor einen Zug geworfen haben.
Nun, ich kannte Merckle natürlich nicht persönlich und ebenso wenig seine sonstigen Lebensumstände, aber falls er sich tatsächlich allein aufgrund der drohenden Insolvenz für den Suizid entschied, ist dies ein Indikator dafür, wie der Kapitalismus, die Gier nach Reichtum, schön in die Wert- und Moralvorstellungen unserer Gesellschaft eingegriffen hat.
Ist denn ein Leben mit wenig Geld völlig wertlos?

Wir als Gesellschaft brauchen Moralvorstellungen, an denen wir uns orientieren können - und die bietet uns der Sozialismus.

Er vermittelt uns Solidarität.
Das bedeutet, dass wir immer ein offenes Ohr für die Freuden und Probleme eines Mitmenschen haben und ihm helfen, wo es nur geht. Man ist füreinander da, wenn man sich braucht.

Solidarität schweißt zusammen.
Sie lässt uns mit dem anderen empfinden, schafft Gemeinschaft, wenn Erlebnisse miteinander geteilt werden.

Solidarität lässt hoffen, dass auch uns in einer schwierigen Situation jemand beisteht, so, wie wir ihm beistehen würden.

Solidarität unter den Menschen bildet eine Kette, die, sofern alle gemeinschaftlich an einem Strang ziehen und ihren Überzeugungen treu bleiben, niemals durch äußere Einflüsse gestört werden kann. Sie dient als Bollwerk gegen alles, was das liebe- und friedvolle Miteinander dieser, zu einer Familie zusammengewachsenen Gruppe bedrohen könnte.


Aus diesen Gründen rufe ich auf, mit mir den Schritt zum Sozialismus zu wagen, auf dass wir uns für eine bessere, sprich gerechte und friedliche Welt einsetzen.

Noch höhere Staatsverschuldung?

Aktuell ist immer wieder im Gespräch ob sich der Staat noch weiter verschulden soll. Viele meinen, der Staat solle sich raushalten.
Vielleicht reicht es aber auch wenn der Staat genauer prüft wen er subventioniert.

Beispiel Opel:
Opel ist ein profitables Unternehmen, dass durch verschulden von GM kurz vor der Insolvenz steht. Mehrere zehntausende Arbeitsplätze hängen davon ab. Hier ist die staatliche Förderung sinnvoll. Opel ist ein Unternehmen, das auch in Zukunft noch hohe Gewinne einfahren kann. Natürlich lohnt sich die Förderung nur wenn das Geld zugunsten Opels eingesetzt wird.

Beispiel Abwrackprämie: Es wird kein Unternehmen direkt gefördert jedoch soll so die Wirtschaft angekurbelt werden. Das Problem: Es werden gar nicht soviele Autos mehr verkauft und das Geld wird einseitig verteilt. So kaufen viele Leute jetzt ein neues Auto und verschieben die Renovierung ihres Hauses um einige Jahre. Für den Staat ist das ganze eher nur ein Steuerverlust. Denn bereits bei einem Verkaufspreis von 13200€ ist die Abwrackprämie schon durch die Mehrwertsteuer wieder drin. Aber die deutsche Wirtschaft profitiert letztendlich kaum von der Prämie.

Beispiel Arcandor: Jahrelang wurde Misswirtschaft betrieben. Quelle sowie Karstadt taten sich eher durch unattraktive Angebote hervor als durch neue Verkaufsideen. Durch solches Marketing ist die Insolvenz vorprogrammiert. Nur jetzt zahlt der Staat für ein Unternehmen, das sowieso nicht mehr marktfähig ist. Ökonomisch völliger Unsinn und für den Staat ein erneuter Geldverlust der über die kommenden Jahrzehnte abgeleistet werden muss.

Man sieht also: Es ist gar nicht so einfach auszuwählen wer das Geld auch verdient hat!

Montag, 29. Juni 2009

Du bist Terrorist

Dieses hochinteressante Video wollten wir euch nicht vorenthalten. Viel Spaß beim ansehen.

Du bist Terrorist

Sonntag, 31. Mai 2009

OPEL gerettet?

Viele Wochen verfolgten wir das Ringen um Opel.
Zahlreiche Favoriten taten sich auf bis am Ende Fiat und Magna die Spitzenülätze der Interessenten erreichten.
Beide haben vor und Nachteile:
Fiat könnte durch einen hohen Anteil von Gleichteilen beide Marken für die Zukunft stärken, jedoch würde dies vermutlich zu lasten von Opel geschehen. So würden die Motoren in Zukunft wohl aus Italien kommen.

Das Magna/Steyr Angebot sah schon interessanter aus. Man kann die Entwicklungen der beiden Konzerne verbinden jedoch würde Opel keine ganzen Werke verlieren.

Und die Lösung? Aktuell sieht es stark nach Magna aus. Jedoch nur als Nebenbeteiligter. Ein Großteil der Anteile würde auf den russischen Staat entfallen. So würde Opel in Russland als GAZ verkauft werden. Ob das alle Interessen Punkte der russischen Regierung sind bleibt zweifelhaft. Aber das weiterbestehen der Marke "OPEL" scheint gesichert.
Wir beobachten weiter!

Montag, 6. April 2009

Ist ESL-Milch wirklich so gut?

Die Discounter haben vor wenigen Monaten einheitlich die länger haltbare Esl-Milch eingeführt. Jedoch stellt sich die Frage ob es hier nicht noch einen Hintergedanken gegeben hat. In erster Linie besteht der Hierbei in der längeren Haltbarkeit die eine Tagesgenaue Lieferung überflüssig macht. Aber ist diese neue Milch nicht auch ein Druckmittel gegen die Milchbauern? Denn hätte die Industrie in Falle eines neuen Streiks nicht 3Wochen haltbare Milch? Kann man also die neue Milch als Anti-Streik-Milch sehen?

Donnerstag, 2. April 2009

Mehdorns Nachfolger

Der neue Bahnchef wird das Daimler-Vorstandsmitglied Rüdiger Grube sein. Der 57 Jährige wird in den kommenden Stunden offiziell vorgeschlagen werden. Mal sehen ob er es schafft der Bahn die Zukunft zu sichern. Die Machtübernahme wird übrigens sehr schnell erfolgen.

Dienstag, 31. März 2009

Mehdorn wirft das Handtuch

Unser allseits gelieber Bahnchef Mehdorn ist endlich bereit, das Feld zu räumen.
Gestern dankte ihm Kanzlerin Merkel dafür, dass er die Deutsche Bahn zu einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen gemacht hat.

Fassen wir mal zusammen, was in seiner Zeit als Bahnchef (1999-2009) mit dem Unternehmen passiert ist:
  • die Fahrpreise sind sukzessive gestiegen
  • zahlreiche Strecken wurden stillgelet
  • notwendige Reparaturen am Netz wurden abgesagt
  • Einführung von MORA C, das das Ende vieler kleiner Güterverkehrsstrecken bedeutete
  • der Bedienzuschlag wäre beinahe eingeführt worden, wenn die Bevölkerung und die Politik nicht eingelenkt hätten
  • mit Minister Tiefensee wurden Absprachen über Bonuszahlungen für Bahnmanager die von der Bahnprivatisierung profitieren sollten, getroffen
  • Einstellung des InterRegio
  • Abkopplung von Großstädten vom Fernverkehrsnetz
  • Achsbrüche bei Neigetechnik-Zügen
  • die Bespitzelung von Bahn-Mitarbeitern und das Abfangen von e-Mails, die von Gewerkschaftern oder der Bahn missliebigen Jornalisten oder Institutionen an Bahnbedienstete geschickt wurden
  • und viele andere "Überraschungen"
Für all das Lobt die Bundeskanzlerin Mehdorn!

Kein Wunder, dass die Bahn schwarze Zahlen schreibt. Doch was geschieht, nachdem Mehdorn von der Bildfläche verschwindet? Er hinterlässt ein kahlschlagsaniertes Unternehmen, das sich erst wieder bewusst werden muss, dass es für die Aufrechterhaltung der Daseinsfürsorge der Mobilität und des Güterverkehrs zuständig ist. Es mag sein, dass Mehdorn Kosten eingespart hat. Aber um welchen Preis bitte? Dass Schienen und Schwellen noch maroder geworden sind und Bahnhofsgebäude in sich zusammenbrechen?
Weshalb hat die Politik nicht schon längst in die Wirtschaftsweise Mehdorns eingegriffen, obwohl sie doch 100%iger Anteilseigner ist und somit als einziger Akteur Mitspracherecht hat?
Das blinde Vertrauen in Mehdorn, der die Bahn schnell privatisiert, hat sich als Fehler herausgestellt.

Samstag, 28. März 2009

Ist Geiz denn so geil?

KIK bietet zusammen mit Bild.de eine "Volksjeans" an. Für Kinder 3€ (Herren 6€; Damen 8€).

KIK Textildiscount

Da stellt sich die Frage "Muss das sein?". KIK wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Kinder-Jeans im Einkauf nicht mehr als 1,50€ kosten. Die Fracht dürfte nochmal mit 1€ zu buche schlagen. Da sieht man was für Material und Arbeit übrig bleibt. In den Medien kam vor Kurzem, dass viele Verkäufer bei Textildiscountern und die Arbeiter in der Textilindustrie durch die vielen Giftstoffe im Material krank werden.
Dennoch freut man sich jetzt als Mann eine Hose für nur 6€ kaufen zu können. Wer dafür leiden musste ist wem dann egal. Ich halte einen solchen Handel für schlichtweg Menschenverachtend. Mit großer Wahrscheinlichkeit lässt die Haltbarkeit der Hose zu wünschen übrig. Da fragt man sich ob ich jetzt eine gute Hose für 30€ oder 5 billig Hosen für je 6€ erwerbe.
Leider ist das nicht nur ein Trend in der Textilindustrie. Überall kaufen die Leute nur noch das billigste ohne daran zu denken, dass die Qualität meist auch dem Preis entspricht.
Schade, dass Geiz für viele so geil ist.

Mittwoch, 18. März 2009

Hat jetzt die ganze Welt einen Schaden?

Sicher, der Amoklauf in Winnenden war schlimm. Aber muss man nun so einen riesigen Aufruhr deswegen veranstalten? Statistiken beweisen, dass die Zahl von Nachahmern (in anderen Bereichen) bei Bericht in den Medien sich stark erhöht. Niemand kann eine Nachrichtensperre zu Amokläufen fordern. Aber ist es notwendig sich in das Thema immer weiter hinein zu steigern? Muss jetzt jeder Mensch im Fernsehen seine Ansichten verkünden? Bei einer solchen Verbreitung erkennen viele die Option zu einem groß inszeniertem Abgang?

Die Folgen werden schon sichtbar. Gestern schoss ein 19Jähriger in unserer Stadt mit einer Schreckschusspistole um sich. Berichten zufolge nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin.

Freitag, 13. Februar 2009

Ist unser neuer Wirtschaftsminister ein Hochstapler?

Ich muss mich korrigieren. In meinem vorigen Beitrag schrieb ich unser neuer Minister hätte kaum Erfahrung in der Wirtschaft. Das war jedoch eine Übertreibung. Er hat nahezu gar keine.
Nach aktuellen Meldungen in den Medien hat von und zu Guttenberg zwar einen Familienbetrieb geleitet. Das ist aber nicht der -wie in wikipedia geschrieben und vom Wirtschaftsministerium angegeben- Baustoffhandel, sondern ein inzwischen eingestellter Kleinbetreib. Die gerade mal 3(!) Angestellten verwalteten lediglich das Familienvermögen. Ob man das als langjährige Erfahrung in der freien Wirtschaft beschrieben kann ist in meinen Augen mehr als nur zweifelhaft.
In einer Pressekonferenz erweckte er den Eindruck er hätte das Rhönklinikum an die Börse gebracht. Das ist leider auch nicht der Fall. Zum Zeitpunkt des Börsengang war von und zu Guttenberg gerade erst 18 Jahre alt. Im Aufsichtsrat saß er erst Jahre später.

Da stellt sich die Frage was wir von unserem neuen Minister erwarten können der es scheinbar nötig hat sich mit nicht geleisteter Arbeit zu rühmen.

Quellen:
Panorama Pressemitteilung
Zapp Beitrag (Video)

Montag, 9. Februar 2009

Unser neuer Minister eine Gefahr?

Unser neuer Wirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg wird von der CSU als Problemlöser gehandelt. Aber ist er das wirklich.
Betrachtet wir mal seine bisherige Laufbahn. Nach seinem Wehrdienst studiert er erstmal Jura. Er promoviert sogar. Bis hierhin nichts besonderes. Bloß was kommt dann? Die meisten Menschen suchen sich dann eine Arbeit- sie arbeiten oftmals in einer Kanzlei. Nicht aber der Freiherr von und zu Guttenberg. Wie durch ein Wunder landet er im Aufsichtsrat des Rhönklinikums (die Besitzen z.B. Uni Klinik MR und GI). Um in einen Aufsichtsrat eines Unternehmens zu kommen, dass jährlich über eine Milliarden umsetzt ist man normalerweise Manager oder großer Anteilhaber. Da zeigt sich mal was gute Beziehungen ausmachen. Schockierend ist, dass die Wirtschaft von einem Adligen gesteuert werden soll der in seinem ganzen Leben noch nicht ernstzunehmend für sein Geld gearbeitet hat! Wie soll ein solcher Mensch die Wirtschaft kennen wenn seine einzige Aufgabe bislang darin bestand im Aufsichtsrat eines Unternehmens zu sitzen, deren Führungsebene nicht gerade an Geldmangel leidet?
Da bleibt die Frage für wen die Entscheidungen unseres Ministers in Zukunft wohl sein mögen.

Ich sehe darin keine gute Zukunft.

Sonntag, 1. Februar 2009

Gibt es noch Leben im Blog?

Seit Monaten beobachte ich die Sache: Außer Mr. Anderson und mir schreibt niemand mehr Kommentare, geschweige denn Artikel. Das macht mir ernsthaft Sorgen. Leute, wo seid ihr? Gefällt euch der Blog nicht mehr? Was können wir verbessern?

Meldet euch!!!!

Montag, 12. Januar 2009

Ist das moralisch Vetretbar?

Habe jetzt mehrfach in Foren eine gutheißung von Merckles Tod lesen müssen. Ich finde soetwas vollkommen geschmackslos sich über den Tod eines Menschens zu freuen, nur weil er reich war und sich spekuliert hat. Seid ihr der Meinung solche Äußerungen sind ok oder ist das für euch genauso anstandslos über Tote herzuziehen?