Montag, 23. Juni 2008

Wie christlich ist die CDU? (Ergänzung)

Neulich habe ich noch etwas gefunden, was die angeblich christliche Ausrichtung der CDU widerlegt. Da die CDU konsequent auf embryonale Stammzellenforschung setzt, bleibt ihr eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Kirche nicht erspart, die bekanntlich strikter Gegner dieser Form der Stammzellenforschung ist. Schaut mal:

"Kassel. In einem Brief an die Bundestagsabgeordneten aus Kurhessen (KH)-Waldeck hat der Bischof der Ev. Kirche von KH-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, die Abgeorneten eindringlich aufgefordert, die Kriterien des christlichen Menschenbildes bei der Beratung zum Stammzellengesetz zu berücksichtigen. [...] Hein wörtlich: "Die Verwendung von embryonalen Stammzellen des Menschen für die Wissenschaft setzt die Tötung des Embryos voraus. Menschliches Leben wird so durch den ´Verbrauch´ von Embryonen ´verzweckt´ und instrumentalisiert. Dies ist mit dem biblisch-christlichen Menschenbild nicht zu vereinbaren."
[...] Mittlerweile sei bekannt, so Hein, dass die Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten Stammzellen Erfolge nachweisen könne und weiteres Potential besitze. "Dagegen haben sich die Erwartungen an die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht erfüllt." Eine Beibehaltung des jetzigen Gesetzes mit seiner Stichtagsregelung zum 1.1.02 bedeute somit keineswegs des Verhinderung jeglicher wissenschaftlicher Grundlagenforschung."

Quelle: "Kasseler Sonntagsblatt" vom 13.4.08

Freitag, 20. Juni 2008

Sozial oder egoistisch?

Eine allgemeine Frage: Würdet ihr auf Karriere und viel Geld verzichten, wenn dadurch Menschen geholfen werden kann, die es nicht so leicht haben im Leben? Handelt ihr in dieser Situation eher egoistisch oder sozial?

Bitte ausführliche Kommentare!

Freitag, 13. Juni 2008

Die perfekte Erziehung Teil 1

Ich wollte mal meine Eindrücke wieder geben von Familien in denen die Eltern nur das "Beste" für ihr Kind wollen.

Das fängt schon im Kindergarten an. Das Kind ist natürlich in einem privaten Kindergarten. Hier wird nur Englisch gesprochen. Am Wochenende ist es in einer Gruppe wo den Kindern auf Englisch beigebracht wird, wie man Produkte auf den Kundenbedarf hin entwickelt. Bei 3 Jährigen!!!
-> "Es ist gut für das Kind, wenn es viel kann. Es soll schließlich einen tollen Schulabschluss haben. Denn damit kann unser Kind einen guten Job bekommen"

Kommt es in die Grundschule sind die Lehrerinnen beeindruckt- denn es kann ja schon schreiben. Natürlich kann es gleich ein Jahr überspringen.
-> "Es ist toll, dass unser Kind überspringt. Dadurch ist es früher mit der Schule fertig. Denn wer jung ist hat bessere Chancen im Job"

Zwischenbericht: Das Kind kann etwas Englisch, hat durch intensive Hilfe von den Eltern hervorragende Noten. In der Freizeit ist das Kind in vielen Vereinen. Freizeit hat das Kind noch ein bisschen. Dafür geht es aber immerhin mit 9 Jahren aufs Gymnasium...

Montag, 9. Juni 2008

Sind das noch Nachrichten?

Diese Frage habe ich mir anhand eines Vorfalls gestellt.
Grüne urinieren auf Deutscheflagge

Wenn man diesen Artikel liest klingt die Beweislage eindeutig. Ein Artikel in "Die Welt" ist nahezu identisch. Diese Infos haben sie offensichtlich von der "Bild" übernommen.

Das ist der erste Punkt an dem ich mich frage: Ist es noch richtiger Journalismus wenn man bei der "Bild" abschreibt.

Offensichtlich hat die Bild die Infos von der "Jungen Freiheit" Eine Rechtsextrmeistische Zeitung.
Ergebnis: Die Welt übernimmt Infos von Rechtsextremen.

Hätten sie genauer aufgepasst hätten sie bemerkt, dass die Grünen erklären, dass vollkommen unklar wäre ob auf die Flagge uriniert wurde.

Das nenne ich doch mal faire Berichterstattung!

Samstag, 7. Juni 2008

Drei Tage Altenheim- Eindrücke

Als erstes: Ich bin immernoch überwältigt.

Ich war drei Tage lang im Altenheim. Die Schule meinte, man sollte sich mit sozialen Sachen auseinander setzen. Da ich nicht zur Polizei gehen wollte und auch nicht kreatives Schreiben lernen wollte entschied ich mich mit drei anderen Personen fürs Altenheim.

Ich versuche mal die Eindrücke nach Tagen zu schildern:
1.Tag (Mittwoch)
Morgens wird mit der Pfarrerin über alle vier Stockwerke gelaufen um allen Bewohnern einen "Guten Morgen" zu wünschen.
Anschließend haben wir an der "Bunten Stunde" teilgenommen. Da haben die alten Leute gesungen...
Eine Frau hat die ganze Zeit verkündet, dass sie nach Hause wollte. Später hat man mir erklärt, dass solche Personen, als unglückliche nicht Orientierte bezeichnet werden.
Außerdem haben wir den Raum angeguckt, in dem die Leichen aufgebarrt werden. Sehr bedrückend der Raum. Man kann den Tod schon spüren.

2.Tag (donnerstag)
An diesem Tag standen einzel Gespräche an.
Es war zunächst schwer eine Person zu finden, die gesitig noch so klar war, dass sie mir Antworten konnte. Die Eine (97) hat wem erzählt, wie wichtig es ist auswendig zu lernen. War aber recht interessant. Die anderen Beiden konnten mir leider nichts sagen.

3.Tag (Freitag)
Zunächst musste ich eine Person füttern. Danach hatten wir die Gelegenheit mal selbst mit Rollstühlen zu fahren...
Außerdem konnte ich mit einem 101 Jährigen zu sprechen. Der hat immerhin die beiden Weltkriege erlebt...
Außerdem durfte ich an einer Andacht teilnehmen. Die Bewohnerin ist nach einem Schlganfall komplett gelähmt. Die Frau hört den ganzen Tag truriges Klaviergeklimper. Ob sie das will ist unklar- sie kann es nicht mitteilen. Man weiß noch nichtmal ob sie es überhaupt wirklich bewusst mitbekommt. Die Pfarrerin hat dort einen Gottesdienst gehalten. Hat also gebetet und einen Psalm gesprochen. Das schlimmste war, als sie angefange hat zu singen...
Das macht die jeden Tag- später hat sie zugegeben, das sie jedesmal fasst weint.


nun zum Eigentlichen:
Ich bin froh, dass ich dort war. Ich habe gesehen, was wem Menschen noch alles mitteilen können.

Ich habe gesehen, dass es ganz gut ist, wenn man im Alter geistig nicht mehr klar ist und nichts mehr mitbekommt.
Ich nehme da das Beispiel des 101 Jährigen. Der ist geistig noch so ziemlich ganz da.
Der erlebt jeden Tag wie sein Körper weiter zerfällt (ist inzwischen Bettlägerig). Mir hat erzählt, dass er als er vor 4 Jahren gekommen ist, noch von seinem Schwiegersohn irgendwo hingefahren werden konnte- das geht jetzt nicht mehr. Er hat 75 Jahre mit seiner Frau zusammengelebt. Die ist vor einigen Jahren gestorben. Er muss jetzt jeden Tag ohne sie leben.
Das stelle ich mir als sehr belastend vor. Da kann es besser sein, einfach gar nichts mehr zu merken- denn dann leidet man auch nicht unbedingt.


Ich habe mitbekommen wie bedrückend das ganze Altenheim ist. Man wird immerwieder mit dem Tod Konfrontiert- und mittendrin helfen Ehrenamtliche. Respekt!

Ich werde nie vergessen wie dieser Gottesdienst war. Ich bin froh dabei gewesen zu sein- möchte sowas aber NIE wieder erleben.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Milchbauern im Streik

Habe mir mal Gedanken über den Streik der Milchbauern gemacht.

Irgendwie finde ich den Streik seltsam:
Angeblich bekommen die Bauern bereits seit 20 Jahren so wenig Geld, dass sie davon nicht leben können. Dann frage ich mich wie sie nach 20 Jahren noch Geld für einen Streik haben...
Eine weitere Frage: Warum streiken viele Bauern eigentlich nicht sondern meinen, dass sie mit 35ct hinkommen?

Das sind die Fragen die mir kommen...