Samstag, 15. November 2008

Opel braucht eine Milliarde!

Opel steht finanziell ganz und gar nicht gut da. Nun will Opel eine Mrd. € vom Staat.

Man muss hier jedoch überlegen ob es sinnvoll wäre. Opel war bis in die 80er eine der beliebtesten deutschen Marken. Doch dann fiel dem Mutterkonzern GM ein, dass sie noch mehr Gewinn aud der Marke schlagen müssen. Das führte zu zahlreichen Imagewechseln...
Inzwischen ist es so, dass das ganze Kapital der Marke weg ist und keine neuen Entwicklungen zu erwarten sind. Zahlt Deutschland jedoch,wird diese Milliarde GM einkassieren und Opel geht es weiterhin schlecht.

Ich bin dafür, dass der Staat erst nach einer Pleite von Opel das Geld investeiert- und diesmal in Anteile der Marke.

Kommentare:

Bergdoktor hat gesagt…

Nun ja, ich glaube die Situation ist etwas komplexer. Klar ist, dass die Automobilbranche schwächelt. Wenn jetzt der Staat Opel nicht unter die Arme greift, werden tausende Beschäftigte direkt bei Opel, bei den Zulieferbetrieben, bei Vertragshändlern etc. entlassen werden. Kann die Politik das verantworten? Man sollte nicht vergessen, dass Deutschland im Autobau eine lange Tradition hat und auch im Export mit Autos ganz hoch oben steht. Das bedeutet nicht, dass ich ein ausgesprochener Freund der Automobilindustrie bin, vielmehr befürworte ich den Ausbau des ÖPNVs, aber das weißt du ja. Mir graut es vor den hohen Arbeitslosenzahlen. Wenn Opel wirklich keine Unterstützung bekommen sollte, dann hätte das schon lange voraus geplant werden müssen, sodass ein Strukturwandel hätte stattfinden können. Aber wer wusste denn vor einem Jahr schon von der Immobilienblase in den USA, die jetzt geplatzt ist?

Ich kann deine Vorwände voll und ganz nachvollziehen. Dennoch soll jetzt ein Vertrag zwischen Opel und dem deutschen Staat ausgehandelt werden, in dem verankert sein wird, dass das Geld ausschließlich den deutschen Opel-Werken zugute kommen wird. Und das ist sehr aufwändig. Aber nötig.
Vielleicht sollte man auch über eine Abspaltung Opels von GM nachdenken. Das Problem ist: GM muss Opel freigeben und in Deutschland muss sich ein Käufer finden. Auch müssen Lösungen gefunden werden, wie Opel GM-Abhängige Unternehmenssparten, wie z.B. die Entwicklung, für sich selbst neu aufbauen kann.

Mr. Anderson hat gesagt…

Wenn GM Opel verkauft-OK.

Aber in allen anderen Fällen wird das Geld einfach wieder direkt in die USA wandern.
In wenigen Jahren stünde Opel wieder vor der schwierigen Situation. Und mit der Immobilienkrise hat das ganze nahezu gar nichts zu tun.
GM geht es schon seit Jahren weg. Nach dem Anstieg der Öl Preise verkauft GM fast gar keine Autos mehr. Opel musste daher über Jahre hinweg seine Gewinne abführen.

Daher wäre ein Rettungspaket jetzt die falsche Wahl.