Montag, 7. April 2008

Drogen statt Erziehung

Mich schockiert, dass Drogen (Ritalin) immer häufiger als Ersatz für Erziehung verwendet werden. Jedes etwas willdere Kind wird auf ADS geprüft. Denn mit Drogen lernt es besser und ist problemfreier.

Habe hierzu ein herrvorragendes Zitat im Web gefunden:

"Liegt es nicht ein wenig daran, dass sich die Einstellung zum Kind geändert hat?
Die Kinder haben vielerorts nicht mehr den natürlichen Freiraum, den sie bräuchten. Wo können Kinder heute noch ihre Phantasie ausleben, wenn sie aus dem Spielplatzalter heraus sind, ohne, dass Eltern sie zu irgendwelchen Freizeitaktivitäten kutschieren.
Wieviele Leute können heute mit dem fröhlichen Gekreische der Kinder nicht mehr umgehen?! Wieviele Kinder werden fortgejagt, ohne irgendwelche Alternativorte anzubieten?! Sie sollten sowieso besser vor ihren Büchern sitzen, und lernen, damit mal etwas "Anständiges" aus ihnen wird. Denn sitzen sie vor dem Nintendo oder der Glotze und sind leise, ist auch nicht richtig und gut für sie. Ja was denn jetzt?
Das Kind hat sich dem System anzupassen. Und wenn es nicht passt, wird es eben passend gemacht.
Ich frage mich nur......wer oder was ist hier wirklich krank??"
©Ayla

Können denn manche Menschen nicht mehr Kindern umgehen oder geht es nur noch darum, dass die Kinder möglichst viel Leisten. Habe mich gerade heute wieder um einen 9Jährigen (!) 5.Klässler gekümmert. Der ist sicherlich intelligent. Aber keineswegs reif für ein Gymnasium. Mathe kann er gut-aber nicht alleine nach Hause laufen. Ohne unterstützung ist er vollkommen hilflos. Ist das das Ziel?

Unterstützt wird das von Ärzten und Schulen. Unsere Schule hält demnächst schon wieder einen Infoabend für Eltern mit Kindern die ADS haben könnten. Hauptsache das Kind ist ruhig.

Aber was ist später mit ihnen. Was ist wenn sie sich mit 35Jahren fragen, was aus ihrem Leben ausser Karriere geworden ist. Warum verkaufen Eltern die Kindheit ihrer Kinder für Erfolg und Ansehen?

Was haltet ihr davon?

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