Mittwoch, 13. Februar 2008

Junge Wähler

Was haltet ihr davon, das Mindestwahlalter für Kommunalwahlen von 18 auf 16 Jahre zu senken? Einige deutsche Bundesländer handhaben dies schon so seit einiger Zeit.
Man könnte die Jugendlichen dadurch doch näher an die Politik heranführen und ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit setzen. Man muss ihnen zeigen, dass sie durch ihre Stimme etwas in ihrer Gemeinde bewegen können. Sie müssen sehen, was ihnen durch die Beteiligung in der Kommunalwahl für Möglichkeiten erschlossen werden. Außerdem könnten Schulen Präventionsarbeit gegen Rechtextremismus leisten, da 16-Jährige noch schulpflichtig sind.
Ich spreche mich zunächst nur für die Senkung des Mindestalters bei Kommunalwahlen aus, da Jugendliche kommunale Angelegenheiten die jungen Leute direkt betrifft. Es ist kann durch sie etwas bewegt werden, was sie selbst sehen und wo sie selbst wohnen. Sie können sich besonders in ihrer Gemeine für Sachen einsetzen, die sie für sich und ihren Heimatort wichtig finden(Beispiel: Skaterpark oder Jugendclub). Darüber kann in Berlin natürlich nicht entschieden werden. Berlin klingt für Jugendliche oft noch viel zu weit entfernt und mit den dort gefassten Entschlüssen haben junge Menschen manchmal wenig etwas zu tun oder es interessiert sie nicht.

Kommentare:

Antika hat gesagt…

Auf jeden Fall Senkung des Wahlalters... wie wärs denn mit der Grenze von 00 Jahren?

Und das ist keineswegs Ironie!


Jede andere Grenze wäre genauso undemokratisch und diskriminierend wie die jetzige.

Achja das mit dem ab 16 hatten wir mal eine Wahlperiode in Hessen... danach wurde es abgeschafft. Warum auch immer!

Bergdoktor hat gesagt…

Ab 0 Jahren... Ich weiß nicht so recht. Die Leute sollen erstmal das politische System und die Zusammenhäge verstehen, bevor sie wählen. Und das bekommen sie am besten in der Schule beigebracht.

Antika hat gesagt…

Achso natürlich...
wieso dann nicht Wahlgrenze: Wer das System nicht versteht darf nicht wählen? Eine Art Eignungstest, ob mensch es verstanden hat wäre doch was.

Mr. Anderson hat gesagt…

Naja: Man sollte das politische System schon verstehen können. Ein zwei Jähriges Kind wäre dann wohl kaum in der Lage zu wählen.

Manche schlagen allerdings vor, dass das Wahlrecht auf 0Jahre runtergesetzt wird. Dann sollen jedoch die Eltern zusätzlich für die Kinder wählen...

Antika hat gesagt…

Versteht jeder, der wählen darf das System? NEIN

Das mit der Elternlösung ist auch kacke... denn dann würde zB meine Stimme an die CDU gehen!

Ayla hat gesagt…

Man sollte sich zumindest mit der Materie auseinander setzen, um die es geht - und das kann sehr wohl auch ein 16-jähriger auf kommunaler Ebene. Nur....das Interesse muss auch vorhanden sein, sonst gibt das nix. Und....wieviele 16-jährige innerhalb einer Kommune interessieren sich über Belange, die über den eigenen Tellerrand hinaus gehen?
Klärt mich auf! Denn ich hatte in diesem Alter 0 Interesse, was über meine Familie und meine Clique als Gemeinschaft hinaus ging.

Mr. Anderson hat gesagt…

Das stimmt vielleicht schon. Aber mit 16 könnte man Jugendliche noch in der Schule mit Politik konfrontieren. So machen wir nur Theorie. Ich weiß jetzt, wie ich den Kommunalwahlschein ausfülle. Aber die nächste Kommunalwahl iust für mich in ca. 6Jahren.

Ayla hat gesagt…

Aber das ist ja noch trockener! Ich schüttle mich jetzt noch, wenn ich an den Politikunterricht denke. Das war neben Physik mein persönliches Hassfach.
Anders ist es schon, wenn im Jugendheim z.B. Problematiken der Jugendlichen und die Bedürfnisse derer innerhalb der Kommune angesprochen werden. Das ist viel lebendiger und man kann sich viel eher damit identifizieren.

Mr. Anderson hat gesagt…

Naja gerade wegen der Theorie ist er ja so langweilig. Du lernst nur was was du irgendwann nutzen könntest...
So hättest du eine Wahl die du jetzt im Unterricht behandeln könntest.

Naja so ne Jugendvertretung gibts schon.. aber die funktioniuert hier nicht.