Sonntag, 28. Dezember 2008

Ist der Euro doch gar nicht so schlecht?

Viele Menschen haben den Euro bei der Einführung abglehnt. Schnell wurde geschimpt, er würde alles teurer machen.

Aber ist der Euro wirklich so schlecht? Sicher, viele Kaufleute haben die Chance genutzt die Preise zu erhöhen. Allerdings ist der Euro nicht dafür verantwortlich, dass die Preise auch noch jetzt steigen- unter der DM sind die Preise auch stetig gestiegen. In der jetztigen Finanzkrise rettet er sogar Jobs. Denn bis vor wenigen Jahren haben in wirtschaftlich schlechten Zeiten einige Staaten fleißig Geld gedruckt, was unserer Wirtschaft nicht bekommen ist. Soetwas macht den Handel nahezu unmöglich.
Durch den Euro können die Mitgliedsstaaten nicht so einfach Geld drucken. Dadurch verliert er vergleichsweise wenig an Wert und so wir dide Wirtschaft nicht zusätzlich beeinträchtigt.

Also ist der Euro vielleicht doch gar nicht so schlecht?

Samstag, 20. Dezember 2008

Energiesparlampenverordnung

Unsere Regierung hat sich mal wieder was tolles einfallen lassen. Sie wollten auch die Umwelt schützen in dem sie Glühbirnen verbieten und so die Bürger zu Energiesparlampen zu zwingen. Klingt ja erstmal gar nicht so schlecht. Nicht bedacht haben sie jedoch, dass Energiesparlampen gar nicht so vorteilhaft sind, wie von den Herstellern angepriesen.

Einige Gegenargumente:
-Die Lebensdauer verkürzt sich enorm wenn sie oft an und aus geschaltet wird. Daher sind sie in Fluren vollkommen unnötig
-Sie enthalten giftiges Quecksilber und sind daher Sondermüll
-Schon nach kurzer Zeit verlieren sie Leistung
-Sie leisten weniger als vom Herrsteller angegeben.
-In viele Lampen passen keine Energiesparlampen.

Das heißt auf keinen Fall man solle keine nutzen. Ich verwende selbst welche. Trotzdem halte ich es in angesicht der Tatsachen für unnötig die Lampen vorzuschreiben.
So wirkt sich die Idee des Umweltschutzes mal wieder negativ durch die Politik aus. Eigentlich schade. Man kann nur hoffen, dass die Entwicklung von der neuen Generation der Halogen- und LEDlampen vorankommt.

Freitag, 5. Dezember 2008

Wie wird die Zukunft aussehen?

Habe das im Web gefunden und bin beeidruckt.




Da mal wieder ein Jahreswechsel ansteht kann man mal darüber reden, wie Ihr die Zukunft seht. Wird sich die Welt wirklich so entwickeln? Was bedeutet das für unsere Zukunft?
Wie sieht es mit der Bildung aus, wenn sie so schnell veraltet?

Was meine Eltern noch in der Oberstufe lernten ist heute teils Mittelstufenstoff oder ist bereits längst überholt. Lernen wir jetzt Dinge, die uns in wenigen Jahren die PCs abnehmen werden?

Ich warte auf eure Meinungen.

Samstag, 15. November 2008

Opel braucht eine Milliarde!

Opel steht finanziell ganz und gar nicht gut da. Nun will Opel eine Mrd. € vom Staat.

Man muss hier jedoch überlegen ob es sinnvoll wäre. Opel war bis in die 80er eine der beliebtesten deutschen Marken. Doch dann fiel dem Mutterkonzern GM ein, dass sie noch mehr Gewinn aud der Marke schlagen müssen. Das führte zu zahlreichen Imagewechseln...
Inzwischen ist es so, dass das ganze Kapital der Marke weg ist und keine neuen Entwicklungen zu erwarten sind. Zahlt Deutschland jedoch,wird diese Milliarde GM einkassieren und Opel geht es weiterhin schlecht.

Ich bin dafür, dass der Staat erst nach einer Pleite von Opel das Geld investeiert- und diesmal in Anteile der Marke.

Samstag, 8. November 2008

Der Krimi ist vorbei

Die Regierungspläne der Frau Y. sind gescheitert. Neben Dagmar Metzger versagten 24 Stunden vor der geplanten Wahl der Ministerpräsidentin im Landtag weitere 3 Mitglieder der SPD-Fraktion ihrer Vorsitzenden und Spitzenkandidaten ihre Stimme. Um sie beim Namen zu nennen: Es sind Silke Tesch, Jürgen Walter und Carmen Everts. 24 Stunden vor der Wahl!!
Sie begründeten ihren Entschluss mit den üblichen Argumenten, wie: "Ich gehe mit Rückgrat in die Wahlkabine und komme ohne wieder heraus." oder "Dieser Entscheidung ging ein langer Gewissenskonflikt heraus." Gewissenskonflikte? Weshalb? Dass sich Y von der Linken mitwählen lassen wollte? Sollten die 3 Neu-Abweichler nicht lieber ein schlechtes Gewissen haben, da sie Y in den Rücken gefallen sind? Da sie Roland Koch doch nicht ablösen wollten? Weshalb sollte man überhaupt noch in Hessen SPD wählen, wenn die noch nicht einmal geschlossen hinter ihrer Spitzenkandidatin stehen, sondern lieber den Weg für eine weitere Amtszeit von Konservativen bereiten? Zeit und Möglichkeiten hatten die 3 Abweichler genug, ihre Bedenken zu äußern. 95% stimmten für den Weg mit der Duldung durch die Linke, bei Probeabstimmungen zeigte sich nur Frau Metzger als Abweichlerin, Jürgen Walter hat sogar den Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen mit ausgehandelt. Er und Carmen Everts haben Y doch immer ermutigt, den Politikwechsel zu vollziehen. Jetzt haben die eigenen Genossen sie verraten und im Stich gelassen. Roland Koch und FDP lachen sich ins Fäustschen.
Interessant ist weiterhin die Frage nach dem Spitzenkandidaten der SPD. Die Abweichler fallen aus, Frau Y hat sich durch den Wortbruch unbeliebt gemacht. Jetzt hat sich Thorsten Schäfer-Gümbel als neuer Kandidat aufstellen lassen. Ob er die zerrissene SPD einen kann?

Samstag, 18. Oktober 2008

Börsenhysterie?

Es haben sicherlich bereits alle mitbekommen: Der Staat muss nun das "Banken-Rettungspaket" bereitstellen.
Hier muss ich jedoch sagen: Das wäre nicht nötig gewesen, hätten die Medien, diese Sache nicht künstlich aufgebläht.
So bringen die Nachrichten Meldungen die einfach nichts miteinander zutun haben. Opel hat bereits seit Monaten die zwei Wöchige Pause geplant. Nun kommt in den Nachrichten die Meldung, das Opel aufgrund der Bankenkrise schließt. Die Kurse fallen erheblblich....

Auch die Probleme der Banken werden so ausführlich behandelt. Das führt zu einer erheblichen Angst, die wiederum schlecht für die Wirtschaft ist. Hätte keiner Berichtet, wäre es vielleicht egal gewesen, wenn die HypoRealEstate insolvenz anmeldet...

Da sollte man mal die Rolle der Medien überdenken.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Wieviel Freiheit verträgt die Wirtschaft?

Jetzt, wo die Bahn kurz vor der Privatisierung steht, muss dieses Thema unbedingt noch einmal ausführlichst diskutiert werden: Sollte der Staat regulierend in die Preisgestaltung (z. B. der Bahn) eingreifen, um seine Bürger zu schützen?

Der Staat hat die Aufgabe, die Grundversorgung (Energie, ÖPNV, Gesundheitsfürsorge) für die Bevölkerung zu sichern. Sobald es Menschen nicht mehr möglich ist, diese zu erhalten, ohne, dass die Kosten dafür ihre Lebensweise im besonderen Maße einschränken, ist es Aufgabe des Staates, im Sinne seiner Bevölkerung zu handeln.
Eine Möglichkeit wäre hier die Einführung von Höchstgrenzen für die Kosten der Grundversorgung. Ideen in diese Richtung existieren bereits in den Politikerreihen. So plädieren beispielsweise einige für die Einführung von Sozialtarifen bei der Bahn oder bei Energiekonzernen um Menschen mit geringem Einkommen den Markt zur Grundversorgung frei zu halten.
Eine Privatisierung öffentlicher Daseinsfürsorge ist keine Garantie für sinkende Preise.
Beispiel: Eisenbahn in Großbritannien: Hier stiegen sogar nach vollzogener Privatisierung die Preise enorm, der Service und die Verbindungen verschlechterten sich massiv und die Sicherheit nahm rapide ab. (Darüber wurde sogar ein Film gedreht, der vor einiger Zeit im Fernsehen zu sehen war.) In letzter Zeit galt es als ein Abenteuer mit dem Zug durch das Vereinigte Königreich zu fahren. Letztmögliche Konsequenz von Seiten des Staates war die teure, aber unabdingbare Rückverstaatlichung.
Manchmal ist sogar eine Verstaatlichung sinnvoll, auch wenn ein Konzern oder dessen Infrastruktur in der Vergangenheit nicht in staatlicher Hand gewesen war, z. B. das Strom- u. Gasnetz. Hier ist die Verstaatlichung der Netze der erste Schritt, gerechte Preise für den Verbraucher zu formen. Die großen Energiekonzerne hätten dann nicht mehr die Macht, Preise zu diktieren und Konkurrenten durch hohe Nutzungspreise abzuwimmeln.

Sonntag, 21. September 2008

Macht Macht korrupt?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder.

Man kennt es von vielen Politikern: Früher waren sie schon fast kommunistsisch und heute sind sie vorbildliche Wirtschaftsvertreter. Dazu gibt unzählige Beispiele.
Ein anderes Beispiel: Putin kann offensichtlich nicht auf seine Macht verzichten und kann so weiterhin regieren.

Sogar bei uns in der Stadt gibt es Politiker die ihre Macht mißbrauchen. Ein Beigeordneter ließ 1€-Jobber für sich abreiten und nicht wie gesetzlich festgelegt für die Stadt. Kann das war sein? Dürfen sich Politiker inzwischen etwa Sklaven halten?


Daher meine Frage: Zerstört Macht das Gewissen und macht korrupt?

Ich freue mich auf eure Meinungen...

Donnerstag, 7. August 2008

Warum wird da überhaupt noch berichtet?

China übt sich in Zensur.

Journalisten können nicht alle Seiten besuchen. Zunächst auch nicht seiten wie die der Deutschen Welle oder der BBC.
Warum jammert der deutsche Pressebund da überhaupt noch rum? Warum ziehen ARD und ZDF nicht einfach sämtliche Journalisten aus China ab? Die Privatsender müssten Folgen.
Das würde China zudenken geben. Denn ohne Journalisten kann niemand erzählen wie toll China ist und was bei den Spielen passiert. Ohne Berichterstattung über die Spiele fallen die Sponsoren weg.
Ein ernstzunehmendes Problem für China.

Aber alle lassen ihre Reporter in China und akzeptieren enorme Zensur! War da nicht mal was mit dem Schutz der Pressefreiheit?

Ich finde es Scahde, dass man sich nicht mehr auf unabhängige Berichterstattung verlassen kann.

Freitag, 25. Juli 2008

Was macht die Linke da?

Hier mal ein Artikel dazu:
Jungle World

Um es kurz zusammenzufassen: Ein Zeltlager der Solids wurde von Nazis überfallen. Zwei Personen wurden ernsthaft verletzt.

Nun schiebt die Linke die Schuld auf Koch. Was soll das? Was hat Koch direkt mit den Nazis zu tun? Er hat zwar gegen die Linke gehetzt wodurch die Akzeptanz in der Bevölkerung natürlich nicht wächst. Aber hat er die paar Nazis dazu getrieben, das Lager anzugreifen?

Meiner Meinung nach nicht. Die Linke hätte jetzt sogar die Aufmerksamkeit der Medien gehabt, wenn sie alle regierenden Parteien zu einer Kampagne gegen Rechtseytrmeissmus aufrufen würden. Aber was machen sie? Durch abstrakte Presseinformationben bestätigen sie das Klische einer nicht regierungsfähigen Partei.
Wofür haben die eigentlich einen Pressesprecher???

Montag, 23. Juni 2008

Wie christlich ist die CDU? (Ergänzung)

Neulich habe ich noch etwas gefunden, was die angeblich christliche Ausrichtung der CDU widerlegt. Da die CDU konsequent auf embryonale Stammzellenforschung setzt, bleibt ihr eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Kirche nicht erspart, die bekanntlich strikter Gegner dieser Form der Stammzellenforschung ist. Schaut mal:

"Kassel. In einem Brief an die Bundestagsabgeordneten aus Kurhessen (KH)-Waldeck hat der Bischof der Ev. Kirche von KH-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, die Abgeorneten eindringlich aufgefordert, die Kriterien des christlichen Menschenbildes bei der Beratung zum Stammzellengesetz zu berücksichtigen. [...] Hein wörtlich: "Die Verwendung von embryonalen Stammzellen des Menschen für die Wissenschaft setzt die Tötung des Embryos voraus. Menschliches Leben wird so durch den ´Verbrauch´ von Embryonen ´verzweckt´ und instrumentalisiert. Dies ist mit dem biblisch-christlichen Menschenbild nicht zu vereinbaren."
[...] Mittlerweile sei bekannt, so Hein, dass die Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten Stammzellen Erfolge nachweisen könne und weiteres Potential besitze. "Dagegen haben sich die Erwartungen an die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht erfüllt." Eine Beibehaltung des jetzigen Gesetzes mit seiner Stichtagsregelung zum 1.1.02 bedeute somit keineswegs des Verhinderung jeglicher wissenschaftlicher Grundlagenforschung."

Quelle: "Kasseler Sonntagsblatt" vom 13.4.08

Freitag, 20. Juni 2008

Sozial oder egoistisch?

Eine allgemeine Frage: Würdet ihr auf Karriere und viel Geld verzichten, wenn dadurch Menschen geholfen werden kann, die es nicht so leicht haben im Leben? Handelt ihr in dieser Situation eher egoistisch oder sozial?

Bitte ausführliche Kommentare!

Freitag, 13. Juni 2008

Die perfekte Erziehung Teil 1

Ich wollte mal meine Eindrücke wieder geben von Familien in denen die Eltern nur das "Beste" für ihr Kind wollen.

Das fängt schon im Kindergarten an. Das Kind ist natürlich in einem privaten Kindergarten. Hier wird nur Englisch gesprochen. Am Wochenende ist es in einer Gruppe wo den Kindern auf Englisch beigebracht wird, wie man Produkte auf den Kundenbedarf hin entwickelt. Bei 3 Jährigen!!!
-> "Es ist gut für das Kind, wenn es viel kann. Es soll schließlich einen tollen Schulabschluss haben. Denn damit kann unser Kind einen guten Job bekommen"

Kommt es in die Grundschule sind die Lehrerinnen beeindruckt- denn es kann ja schon schreiben. Natürlich kann es gleich ein Jahr überspringen.
-> "Es ist toll, dass unser Kind überspringt. Dadurch ist es früher mit der Schule fertig. Denn wer jung ist hat bessere Chancen im Job"

Zwischenbericht: Das Kind kann etwas Englisch, hat durch intensive Hilfe von den Eltern hervorragende Noten. In der Freizeit ist das Kind in vielen Vereinen. Freizeit hat das Kind noch ein bisschen. Dafür geht es aber immerhin mit 9 Jahren aufs Gymnasium...

Montag, 9. Juni 2008

Sind das noch Nachrichten?

Diese Frage habe ich mir anhand eines Vorfalls gestellt.
Grüne urinieren auf Deutscheflagge

Wenn man diesen Artikel liest klingt die Beweislage eindeutig. Ein Artikel in "Die Welt" ist nahezu identisch. Diese Infos haben sie offensichtlich von der "Bild" übernommen.

Das ist der erste Punkt an dem ich mich frage: Ist es noch richtiger Journalismus wenn man bei der "Bild" abschreibt.

Offensichtlich hat die Bild die Infos von der "Jungen Freiheit" Eine Rechtsextrmeistische Zeitung.
Ergebnis: Die Welt übernimmt Infos von Rechtsextremen.

Hätten sie genauer aufgepasst hätten sie bemerkt, dass die Grünen erklären, dass vollkommen unklar wäre ob auf die Flagge uriniert wurde.

Das nenne ich doch mal faire Berichterstattung!

Samstag, 7. Juni 2008

Drei Tage Altenheim- Eindrücke

Als erstes: Ich bin immernoch überwältigt.

Ich war drei Tage lang im Altenheim. Die Schule meinte, man sollte sich mit sozialen Sachen auseinander setzen. Da ich nicht zur Polizei gehen wollte und auch nicht kreatives Schreiben lernen wollte entschied ich mich mit drei anderen Personen fürs Altenheim.

Ich versuche mal die Eindrücke nach Tagen zu schildern:
1.Tag (Mittwoch)
Morgens wird mit der Pfarrerin über alle vier Stockwerke gelaufen um allen Bewohnern einen "Guten Morgen" zu wünschen.
Anschließend haben wir an der "Bunten Stunde" teilgenommen. Da haben die alten Leute gesungen...
Eine Frau hat die ganze Zeit verkündet, dass sie nach Hause wollte. Später hat man mir erklärt, dass solche Personen, als unglückliche nicht Orientierte bezeichnet werden.
Außerdem haben wir den Raum angeguckt, in dem die Leichen aufgebarrt werden. Sehr bedrückend der Raum. Man kann den Tod schon spüren.

2.Tag (donnerstag)
An diesem Tag standen einzel Gespräche an.
Es war zunächst schwer eine Person zu finden, die gesitig noch so klar war, dass sie mir Antworten konnte. Die Eine (97) hat wem erzählt, wie wichtig es ist auswendig zu lernen. War aber recht interessant. Die anderen Beiden konnten mir leider nichts sagen.

3.Tag (Freitag)
Zunächst musste ich eine Person füttern. Danach hatten wir die Gelegenheit mal selbst mit Rollstühlen zu fahren...
Außerdem konnte ich mit einem 101 Jährigen zu sprechen. Der hat immerhin die beiden Weltkriege erlebt...
Außerdem durfte ich an einer Andacht teilnehmen. Die Bewohnerin ist nach einem Schlganfall komplett gelähmt. Die Frau hört den ganzen Tag truriges Klaviergeklimper. Ob sie das will ist unklar- sie kann es nicht mitteilen. Man weiß noch nichtmal ob sie es überhaupt wirklich bewusst mitbekommt. Die Pfarrerin hat dort einen Gottesdienst gehalten. Hat also gebetet und einen Psalm gesprochen. Das schlimmste war, als sie angefange hat zu singen...
Das macht die jeden Tag- später hat sie zugegeben, das sie jedesmal fasst weint.


nun zum Eigentlichen:
Ich bin froh, dass ich dort war. Ich habe gesehen, was wem Menschen noch alles mitteilen können.

Ich habe gesehen, dass es ganz gut ist, wenn man im Alter geistig nicht mehr klar ist und nichts mehr mitbekommt.
Ich nehme da das Beispiel des 101 Jährigen. Der ist geistig noch so ziemlich ganz da.
Der erlebt jeden Tag wie sein Körper weiter zerfällt (ist inzwischen Bettlägerig). Mir hat erzählt, dass er als er vor 4 Jahren gekommen ist, noch von seinem Schwiegersohn irgendwo hingefahren werden konnte- das geht jetzt nicht mehr. Er hat 75 Jahre mit seiner Frau zusammengelebt. Die ist vor einigen Jahren gestorben. Er muss jetzt jeden Tag ohne sie leben.
Das stelle ich mir als sehr belastend vor. Da kann es besser sein, einfach gar nichts mehr zu merken- denn dann leidet man auch nicht unbedingt.


Ich habe mitbekommen wie bedrückend das ganze Altenheim ist. Man wird immerwieder mit dem Tod Konfrontiert- und mittendrin helfen Ehrenamtliche. Respekt!

Ich werde nie vergessen wie dieser Gottesdienst war. Ich bin froh dabei gewesen zu sein- möchte sowas aber NIE wieder erleben.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Milchbauern im Streik

Habe mir mal Gedanken über den Streik der Milchbauern gemacht.

Irgendwie finde ich den Streik seltsam:
Angeblich bekommen die Bauern bereits seit 20 Jahren so wenig Geld, dass sie davon nicht leben können. Dann frage ich mich wie sie nach 20 Jahren noch Geld für einen Streik haben...
Eine weitere Frage: Warum streiken viele Bauern eigentlich nicht sondern meinen, dass sie mit 35ct hinkommen?

Das sind die Fragen die mir kommen...

Samstag, 31. Mai 2008

Anti-Polizeirepressions-Demo in Neustadt

Hier ein Bericht:

"Dank an alle die Heute auf der Demonstration in Neustadt anwesend waren. Mit bis zu 150 TeilnehmerInnen sind wir ganz zufrieden - insbesondere bei einer Woche Mobilisierungszeit und den vielen weiteren linken Veranstaltungen, welche heute stattfanden/finden.

Die Polizei überbot sich mit mehreren Hundertschaften, Räumpanzer und Wasserwerfer erneut bei der Eskalation in Sachen Repression und Einschüchterung. Dass durch solch ein Aufgebot natürlich viele Menschen, welche vielleicht an der Demonstration teilnehmen wollten, abgeschreckt werden, ist fest einkalkuliert.

Auch gab es den ganzen Tag über wieder massive Schikanen. Das Auto mit Teilen der Lautsprecheranlage wurde drei (!) Mal kontrolliert und kam mit einer Stunde Verspätung am Auftaktort an. Willkürlich wurden Sonnenbrillen und Pullover beschlagnahmt und einzelne Personen angegangen. Neonazis konnten sich im Gegenzug ungestört in der Stadt herumtreiben und versuchten auch immer wieder, die DemonstrantInnen ab zu fotografieren. Auch hier wurde die Arbeit der OrdnerInnen durch extrem aggressive Polizisten verhindert.

Auch kam es zu weiteren Repressionen gegen die Leute, welche ihren beschlagnahmten Sachen von der Wache wieder abholen wollten - ein 14jähriger Jugendlicher musste am Rande der Demonstration sich sogar in den Intimbereich blicken lassen bei einer Polizeikontrollen!

Die Polizei hat somit alles getan, um ihr Bild zu bestätigen und linken emanzipatorischen Protest in jeder Form zu unterbinden. Insbesondere die Außenwirkung wurde durch die massive Polizeibegleitung und die Kürzung der Route auf weniger als 1/3 der eigentlichen Strecke massiv behindert.

Dennoch können wir es als Erfolg werten, das die TeilnehmerInnen so entschlossen, lautstark und relaxed demonstriert haben - was nach dem Vorspiel der Polizei und der massiven Verzögerungen nicht selbstverständlich war.

Wir bleiben dabei - der Kampf gegen jede Form von Repression und Polizeigewalt wird weiter gehen!

Den Antifaschismus in die Offensive tragen - es gibt kein ruhiges Hinterland!"

Quelle: http://1mai08.blogsport.de/
Hinweis: Dieser Bericht ist etwas einseitig. Wenn eindeutiger Infos vorliegen ändere ich das Posting.

Die perfekte Firma Teil 6

Heute:Die Beeinflussung

Ein neues Problem in der Firma. Man braucht Aufträge, gute Nachrichten und Sonderrechte. Aber niemand will sie geben.

Nun besorgt man sich ein paar Lobbyisten. Die teilen den Politikern mit, wie wichtig unsere Firma für die Region, das Land und den ganzen Staat ist. Außerdem nutzen diese die Gelegenheit den Politikern zu sagen wie gut wir sind.
Für die einfachen Abgeordneten reicht dies zunächst. Für die passenden Minister hat man nach deren Amtszeit sicherlich noch einen Platz als Berater im Betrieb. Die können uns doch hervorragend beraten wie man mehr Einfluss in der Politik erlangt. Sowas kostet uns zwar einige Millionen Euro. Die kann man aber an anderen Stellen (Arbeitnehmer) einsparen. So erhalten wir neue Aufträge und sogar die Sondergenehmigungen.

Jetzt fehlt nur noch die Presse. Aber auch das geht recht einfach. Man bietet den Reportern einfach mal einen klärenden Besuch in der Firma an. Da man unsere Produktionswerke nicht besichtigen kann, müssen die Reporter für zwei Wochen auf die Caymans kommen.
Drei Tage lang lauschen sie unseren Referenten. Danach haben sie noch 10Tage Zeit um den All-Inklusive Urlaub zu genießen. Selbstverständlich erhalten sie eine Pressemappe mit einem Artikel der fast wörtlich übernommen werden kann.

So kann man trotz erhöhten Einfluss beliebt bleiben.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Die perfekte Firma Teil 5

Heutiges Thema: Die Mitarbeiter-Fluch oder Segen?

Unsere heiß geliebten Angestellten arbeiten nun zu recht niedrigen Löhnen.
Doch es tauchen Probleme auf. Alle wollen mehr Geld und die Stimmung im Betrieb ist schlecht!

Lösung:
Wir teilen unsere Angestellten in zwei Gruppen auf: Die Ersätzlichen und die Unersätzlichen.

Bei den Ersätzlichen wird es auch in Zukunft weder ernstzunehmende Arbeitnehmerrechte geben, noch eine merkbare Lohnerhöhung. Damit sie ruhig bleiben lässt man sie überwachen. So werden Störenfriede schnell und konsequent entfernt.

Die Unersätzlichen werden schnell Vorteile erfahren. Wir erhöhen ihnen den Lohn und bieten ihnen die Möglichkeit zuhause zu arbeiten (das spart Bürofläche). Außerdem werden ein paar zusätzliche Angebote geliefert.
Dadurch sind die Unersätzlichen zufrieden und bleiben im Betrieb.

Die Ersätzlichen müssen mit den Bedingungen leben.
Ergebnis: Alles ist wieder ruhig ohne nennenswerte Ausgaben.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Die Macht der Energiekonzerne

Es ist doch sehr erschreckend, welche Macht unsere Energieriesen e.on, RWE, enbw und Vattenfall über die Politiker haben. Schlimmer als die Mafia! "Leg ´n gutes Wort für uns ein, dann kriegste auch ´ne lukrative Stelle bei uns.", hört man aus dem Mund der Energieerzeuger.
Anschließend gehen viele Politiker gerne auf diese Angebote ein. Beispiel: Gerhard Schröder, unser ach so lieber Alt-Kanzler. Weshalb hat er wohl schon zu seiner Amtszeit so guten Kontakt zu Putin? Die Frage klärt sich nach seinem Abgang. Doch auch nicht wenige andere , darunter viele seiner Parteigenossen, sind diesen Weg gegangen. Heute sitzen sie in den obersten Etagen der Energiemächte, dieser Umweltverschmutzer. Jaja, Verschmutzungsrechte einfach geschenkt kriegen und immer schön schmutziger werden, denn wir wissen ja: Je mehr Dreck, desto mehr Rechte. Und mittendrin: unsere Politiker, viele SPD-Leute. War ihr Kampf mit den Grünen um saubere Energie umsonst?
Verraten sie ihre Prinzipien, wenn´s ums Bare geht? Wem können wir in der Klima-Debatte noch trauen? Wer redet nur, um Wahlkampf zu machen und um dann die riesen Erfolge mit all den Lügen einzufahren?

Freitag, 16. Mai 2008

Wird die nächste Wahl wirklich so schlimm?

Ich habe mal wieder in einem Forum etwas gelesen. Da war die Frage, was sie wählen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Das Ergebnis:
CDU: 16%
Die Linke: 42%
Rep/DVU/NPD: 16%
SPD:2%
FDP:9%
Grüne:11%

Ich kann es zwar nur befürworten, dass die Linke soviel Stimmen bekommt. Aber die NPD als zweitstärkste Macht?

Wie kommt es zu solchen Ergebnissen?

Dienstag, 6. Mai 2008

Interessiert sich denn niemand mehr für Politik?

Heute war ich ernsthaft schockiert. Ich gehe auf ein Gymsnasium. Dort in die 10.Klasse.
Ich setze von niemanden enorme Politische Bildung voraus (habe ich auch nicht).
Aber das was in meiner Klasse geleistet wird schockiert mich. Meine Lehrerin hat eine Stunde zum 1.Mai gemacht, da die meisten Schüler nicht wussten wofür dieser Tag da ist (ich wusste auch nicht alles genau, aber zumindest etwas ungefähres). Von den Schülern kam, dass es doch so ein Nazi Feiertag wäre.

Dazu haben wir heute einen Text gelesen. Dadrin stand, dass die Nazis die Gewerkschaften besetzt hätten. Einer Schülerin war nicht allzu deutlich klar, was eine Gewerkschaft ist.


Ich erwarte wirklich von niemanden ein riesen wissen. Auch ich bin nicht besonders intelligent. Aber wie kann man nicht wissen was eine Gewerkschaft ist? Wie soll sich später jemand so gegen einen schlechten Arbeitgeber durchsetzen, wenn er nicht weiß, wo er Hilfe bekommt.

Wen soll die denn später wählen gehen?

Was kann man tun, damit die Jugend sich zumindest ein ganz kleines bisschen für die Politik und Wirtschaft kümmert?

Samstag, 26. April 2008

Wer steckt dahinter?

Ich habe mich neulich mal über den Veolia-Konzern schlau gemacht. Das nur, weil auf einem Firmenschild bei uns in der Gegend "Veolia Umweltsysteme". Ich wollte nur wissen, was die mit Umweltsystemen meinen.

Dabei bin ich darauf gestoßen, wieviel hier vor Ort denen Gehört: Jeden Tag fahren Veolia (ehemals Connex) Züge durch den Ort. Der Müll wird von Veolia geleert (ehemals Sulo). Zur Schule fahre ich überigens auch mit veolia (steht PalatinaBus dran). Meine Fahrkarte kriege ich von...na ihr dürft raten.

Mich interessierte wo ich heraus finden kann, welche Unternehmen zu den Großkonzernen gehören und welche Großkonzeren es gibt (Veolia hatte ich früher nie gehört).

Hat jemand nen Link oder kann mir sagen wie ich was über diese Konzerne rausfinden kann?

Alkoholkult

Mir ist ein interessantes Thema über den Weg gelaufen.

"Warum wird der Alkoholkult nicht als 'seltsam' empfunden?

Ich mein, niemand hat ein Problem damit, dass Alk zur Entspannung, zur Hebung der Stimmung, zum Lockermachen und was weiss ich noch alles gepostet oder gereicht wird. Im Gegenteil.
Warum besteht eine so hohe Akzeptanz dafür, sich eine Droge, die auch ein starkes Nervengift ist, zu verabreichen um Gefühle zu erzeugen, die nichtmal echt sind?

Und wie viele Menschen nutzen wohl diesen akzeptierten Kult um ein mehr oder weniger regelmäßiges Trinken zu rechtfertigen?

Ist es wirklich so schwer, ohne eine Droge in die gewünschte Stimmung zu kommen?


..sind so die ersten Fragen, die mir spontan in den Sinn kommen."
©Karl Kutter

Kann diese Gedanken nur teilen. Was ist daran toll, so besoffen zu sein, dass man nach Hause getragen werden muss?

Samstag, 12. April 2008

Rettet die Bahn!

Wie versprochen, schreibe ich nun noch etwas über die Bahn in Deutschland.
Heute werde ich über Konzepte informieren, die die Bahn aus ihrer derzeitigen Krise (die auch durch die Politik hervorgerufen wurde,) befreien kann.

1. Mehr Geld für öffentliche Verkehrsmittel: Unsere jetzige Bundesregierung unter Verkehrsminister Tiefensee hat die Zuschüsse für den Schienenverkehr drastisch gekürzt. Eine Schande meiner Meinung nach. Jeder hat ein Recht auf vernünftige Beförderung. Außerdem unterstützt die Bahn die Wirtschaft durch einen schnellen Transport von Gütern, verhilft zu höheren Zahlen in der Tourismusbranche durch bequemeres Erreichen der Ferienorte und verhindert die fortschreitende Entleerung von abgelegenen Regionen.

2. Investition in die Fläche: Nicht nur Großstädte, sondern auch ländliche Regionen brauchen eine gute Verkehrsanbindung. Schon heute erkennt man, dass abgelegene Gegenden einen starken Bevölkerungsschwund zu verzeichnen haben. Wieso? Niemand möchte dort leben, wo man 2 Stunden braucht, um seinen Arbeitsplatz im nächsten Oberzentrum zu erreichen. Zudem fahren auf dem Lande nur selten Verkehrsmittel. Heute leben die Menschen lieber am Rande einer Großstadt, aber dennoch im Grünen mit guter Verkehrsanbindung. Somit kann die Investition in die Fläche wenigstens ein bisschen Komfort in die Provinz bringen.
Großstädte verfügen bereits über ein gut ausgebautes Netz an Verkehrsmitteln und benötigen daher weitaus weniger Förderungsgelder als die ländliche Gegend.

3. Reaktivierungen: Viele wichtige Eisenbahnverbindungen sind stillgelegt, obwohl sie über eine beträchtliche Anzahl von Fahrgästen verfügen könnten. Es sind teilweise Verbindungen, die wichtige Städte miteinander verbinden, aufgrund von nahegelegenen tourisitischen Attraktionen punkten könnten oder durch Industriegebiete mit hohem Güterverkehrsaufkommen mit LKWs führen. Diese Strecken sind für die Wirtschaftlichkeit der Bahn von hoher Bedeutung. Zu solchen Strecken zählen z.B. die Strecken Frankenberg-Korbach, Gießen-Londorf, Böblingen-Renningen, Lüchow-Dannenberg oder Flensburg-Niebüll (mit Durchbindung von Kiel nach Westerland). Oft wurden Bahnlinien auch stillgelegt, weil sie beispielsweise über Viadukte verfügten, die einer Renovierung bedurften. Diese waren der Bahn schlicht und einfach zu teuer und sie ließ diese Strecken einfach schließen. Wäre hier eine Renovierung nicht schon eher angebracht, sodass sich die Instandsetzungskosten in Grenzen halten? Oder wollte man die Bahn gezielt vergammeln lassen? So z.B. Bad Wildungen-Korbach. Bis Anfang der 90er gabs hier sogar eine Durchbindung mit einem Schnellzug nach Amsterdam. Wer kann sich das heute noch vorstellen? Noch ein ähnliches Beispiel: Braunschweig-Celle, eine ehemals bedeutende Verbindungsachse zwischen einer der wichtigsten Städte Niedersachsens. Ab den 60er, 70er Jahren erlebte die Bahn ihre schlimmste Zeit: Solide Gewinne von einzelnen Bahnlinien wurden gezielt von oberen Behörden abgeschöpft, um diese Linien für unwirtschaftlich zu erklären. Kaum jemand kennt den Hintergrund. Die Politik spielte ein schmutziges Spiel: Bahnlinien sollten heruntergewirtschaftet werden, um die Automobilindustrie anzukurbeln. Das erklärt die selbst heute noch andauernde Vernachlässigung der Bahn. Schaut euch die Bahnhöfe auf dem Land und die Fahrpläne an. Was glaubt ihr, weshalb viele Regionalbahnen so langsam sind? Aber dazu später was, ich will nicht allzu viel vorwegnehmen.
Reaktivierungen müssen sein, um einen flächendeckenden, angenehmen, mit wenigen Umstiegen und schnellen Bahnverkehr zu garantieren.

4. Der Takt: Es muss ein vernünftiger Fahrplan eingeführt werden, der der Bevölkerung ein zumutbares Fortkommen ermöglicht. Gerade aufgrund des vielerorts ausgedünnten ÖPNV sehen viele als einzige Alternative das Auto. Wenn man Menschen auf dem Land fragt, warum sie lieber mit dem Auto fahren, werden sie antworten, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nur selten verkehren. Fragt man bei den Verkehrsbetrieben nach, weshalb so wenige Verbindungen bestehen, sagen diese, dass es zu wenige Fahrgäste gibt. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden.

5. Viele Langsamfahrstellen aufheben: An vielen Stellen, wie z.B. an Bahnübergängen, darf ein Zug nicht schneller als 20 km/h fahren. Man muss sich Gedanken darüber machen, welche Langsamfahrstellen nicht aufgehoben werden könnten. Oft handelt es sich auch um Bahnübergänge, die nur selten benutzt werden, wie bei Feldwegen. Wenn einige dieser Stellen aufgehoben werden, bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung des Fahrkomforts durch schnellere Verbindungen. Außerdem schont es die Umwelt, wenn der Zug nicht vor jedem kleinen Feldwegübergang abbremsen muss und dahinter wieder Gas gibt.

6. Mehr Haltestellen: Sehr viele Orte, die direkt an der Bahn liegen, haben keine einzige Haltestelle. Ich kenne eine Bahnstrecke in Schleswig-Holstein zwischen Husum und Jübeck. Es ist eine Querstrebe zwischen 2 Hauptstecken. Auf dieser Querstrebe gibt es keinen einzigen Halt mehr, obwohl der Steckenabschnitt relativ lang ist. Ich frage mich, wer mit dieser Bahn überhaupt noch fährt. Wohl doch nur die, die vom Anfangs- bis zum Endbahnhof fahren möchten. Die Wiedereröffnung von zahlreichen Haltepunkten bedeutet eine Steigerung der Kundenfreundlichkeit bei steigenden Fahrgastzahlen.

7. Haltestellen in Bedarfshalte umwandeln: In manchen Orten mit Bahnhof oder Haltestelle steigen keine Leute ein oder aus. Ich spreche mich dafür aus, alle Haltestellen oder Bahnhöfe von kleineren Orten, sofern es keine Kreuzungsbahnhöfe sind, zu Bedarfshalten zu erklären.
Der Grund liegt auf der Hand: Für jedes unnötige Wiederanfahren nach dem Stehen am Bahnhof bedeutet mehr Umweltverschmutzung, höherer Verschleiß, höherer Energieverbrauch und daraus ergeben sich höhere Kosten. Bedarfshalte existieren bereits mancherorts, aber eben noch zu selten. Viele Verkehrsverbünde sträuben sich gegen Bedarfshalte, da sie meinen "es sehe nicht fein aus", so viele Haltestellen dieser Art zu haben. Totaler Unsinn meiner Meinung nach.

8. Bahn-Privatisierung verhindern: Sobald man das Netz neoliberalen Profitsüchtigen überlässt, wird sich der Zustand und der Service der Bahn von Tag zu Tag verschlimmern. Übrig bleiben nur solche, die die Profitgier am schnellsten befriedrigen und das sind die Hauptverkehrsachsen in oder nach Großstädten, da diese natürlich mehr Fahrgastzahlen zu verbuchen haben, als das kleine Provinz-Bähnchen, das für die Abdeckung des ÖPNV im ländlichen Raum auf jeden Fall auch wichtig ist. Dass so viele Menschen auf dem Land mit der Bahn fahren wie in der Stadt ist aufgrund der geringeren Einwohnerzahl unrealistisch, sondern man sollte die Bahnfahrten pro Kopf sukzessive steigern.


Einige werden jetzt sagen, dass es zwar schön ist, was ich fordere, aber nicht zu finanzieren. Auch darüber habe ich mir Gedanken gemacht. Also, hier meine Finanzierungsvorschläge:


1. Umverteilung der Ausgaben für den Verkehr: Der Staat investiert aus dem Etat für den Verkehr 50% für den Straßenbau und die Unterhaltung, 30% für den Schienenverkehr und den Rest für den Schiffs- und Flugverkehr. Ich würde vorschlagen: 50% für den Schienenverkehr, 25% für Straßenbau und Straßenunterhaltung, 15% für den Schiffsverkehr und 10% für den Flugverkehr. Denn die Bahn brauch Einiges an Geld, um eine Renaissance erleben zu können.

2. Weniger Geld für Prestigeobjekte, die sowieso nichts nützen: Der Plan, dass der Transrapid vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen fahren sollte, war eine der größten Lachnummern.
Was bringt es, eine Strecke von 40km vom Transrapid bedienen zu lassen? Der Transrapid wird erst gar nicht warm und die derzeitige S-Bahn München tut´s für 40km doch auch, oder?
Ähnliche unnötige, aber bereits ausgeführte Projekte sind der Neubau des Berliner Hauptbahnhofes, die Regio-Tram in Kassel (wobei ich sagen muss, dass diese tlw. doch nicht ganz so sinnlos ist (Reaktivierung der Bahn bis Hessisch Lichtenau)). Hoffentlich werden die Pläne für das Riesen-Projekt "Stuttgart 21" noch revidiert.

3. Kerosinsteuer einführen: Ich frage mich, weshalb der Kraftstoff für das umweltschädlichste Verkehrsmittel noch nicht versteuert wird. Das erwirtschaftete Geld kann dem ÖPNV zugute kommen.

4. PKW-Maut einführen: Auch das Auto ist nicht gerade umweltfreundlich. Mit der PKW-Maut können die Leute dazu bewegt werden, häufiger öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Neben der Verwendung des Geldes zur Unterhaltung der Straßen, könnten, soweit noch etwas davon übrig bleibt, Bus und Bahn davon profitieren.

5. Deutlich härtere Strafen für Verkehrssünder: Deutschland hat einer der niedrigsten Bußgelder für nicht angemessenes Fahrverhalten. Erst kürzlich las ich in der HNA, dass Niederländer, die hier in Hessen Urlaub machen, ihr Bußgeld ohne wenn und aber sofort zahlen. Das soll angeblich daran liegen, dass bei ihnen daheim ganz andere Maßstäbe zur Bestrafung angewandt werden und das Rasen für Niederländer in Deutschland sozusagen ein Schnäppchen ist. Das Geld, das dadurch eingenommen wird, wird in die Polizei, in den ÖPNV, in die Rentenkasse oder irgendwo anders, wo es gebraucht wird, investiert.

Wenn noch Geld übrig bleiben sollte, könnte dies für niedrige Fahrpreise sorgen, vielerorts könnte die personenbediente Fahrkartenausgabe wieder öffnen oder Schaffner könnten eingestellt werden, was wiederum eine Besserung des Service bedeutet. Zudem gäbe es keine Schwarzfahrer mehr.



Auf Kommentare bin ich gespannt! Bald noch mehr, besonders was den Zustand von verschiedenen Bahnhöfen anbelangt.

Montag, 7. April 2008

Drogen statt Erziehung

Mich schockiert, dass Drogen (Ritalin) immer häufiger als Ersatz für Erziehung verwendet werden. Jedes etwas willdere Kind wird auf ADS geprüft. Denn mit Drogen lernt es besser und ist problemfreier.

Habe hierzu ein herrvorragendes Zitat im Web gefunden:

"Liegt es nicht ein wenig daran, dass sich die Einstellung zum Kind geändert hat?
Die Kinder haben vielerorts nicht mehr den natürlichen Freiraum, den sie bräuchten. Wo können Kinder heute noch ihre Phantasie ausleben, wenn sie aus dem Spielplatzalter heraus sind, ohne, dass Eltern sie zu irgendwelchen Freizeitaktivitäten kutschieren.
Wieviele Leute können heute mit dem fröhlichen Gekreische der Kinder nicht mehr umgehen?! Wieviele Kinder werden fortgejagt, ohne irgendwelche Alternativorte anzubieten?! Sie sollten sowieso besser vor ihren Büchern sitzen, und lernen, damit mal etwas "Anständiges" aus ihnen wird. Denn sitzen sie vor dem Nintendo oder der Glotze und sind leise, ist auch nicht richtig und gut für sie. Ja was denn jetzt?
Das Kind hat sich dem System anzupassen. Und wenn es nicht passt, wird es eben passend gemacht.
Ich frage mich nur......wer oder was ist hier wirklich krank??"
©Ayla

Können denn manche Menschen nicht mehr Kindern umgehen oder geht es nur noch darum, dass die Kinder möglichst viel Leisten. Habe mich gerade heute wieder um einen 9Jährigen (!) 5.Klässler gekümmert. Der ist sicherlich intelligent. Aber keineswegs reif für ein Gymnasium. Mathe kann er gut-aber nicht alleine nach Hause laufen. Ohne unterstützung ist er vollkommen hilflos. Ist das das Ziel?

Unterstützt wird das von Ärzten und Schulen. Unsere Schule hält demnächst schon wieder einen Infoabend für Eltern mit Kindern die ADS haben könnten. Hauptsache das Kind ist ruhig.

Aber was ist später mit ihnen. Was ist wenn sie sich mit 35Jahren fragen, was aus ihrem Leben ausser Karriere geworden ist. Warum verkaufen Eltern die Kindheit ihrer Kinder für Erfolg und Ansehen?

Was haltet ihr davon?

Freitag, 4. April 2008

Leben wir nur in Widersprüchen?

Fragt man die Leute, ob sie etwas von diesen Sachen gutfinden: Fanatismus, Gewalt, Krieg, Hass, Eifersucht, Gier, Zorn, usw., antworten so ziemlich alle, dass sie dagegen sind.

Trotzdem kommen diese Dinge immerwieder vor. Warum? Naja man kann sagen, dass sowas menschlich ist. Aber warum fordern alle, dass es sowas nicht geben sollte, wenn sie es im nächsten Moment doch selbst anwenden oder fordern?

Samstag, 22. März 2008

Die perfekte Firma Teil 4

Die virtuelle Firma

Viel Geld kann man auch sparen, wenn man lediglich eine virtuelle Firma besitzt. Diese Firma hat dann keine oder kaum eigene Produktionen. Der geschäftssitz ist in irgendeiner Steueroase. Die Produkte werden von anderen Firmen gebaut. Die Einzelteile werden durch Auftragsarbeiten in kleinen privaten Firmen gebaut. Die endfertigung wird von einer anderen Firma lediglich in Auftragsarbeit abgedeckt.

Vorteil: Man kann ein nicht so gut laufendes Produkt einfach einstellen und muss sich dann nicht um die Angestellten kümmern. Außerdem hat man so die Möglichkeit immer am günstigsten Ort zu produzieren. Die Steuern fallen niedrig, aufgrund des Firmensitzes im Ausland, aus. Durch moderne Transportwege lässt sich so auch an 20 verschiedenen Standorten produzieren.
Man kann sogar die Verwaltung auslagern. Dank Internet etc. könnte man die Buchhaltung in Polen erledigen lassen. Das würde ca. 60-80% der Kosten einsparen.
Die Verwaltungsaufgaben, die man nicht auf andere Firmen abwälzen kann erledigen die Angestellten zuhause. Die perfekte Firma spart schon wieder. Man braucht keine Büroräume und viel weniger teure Elektroniklk. In diesem Fall sind beide Seiten zufrieden: Die Firma spart Geld und der Angestellte ist zuhause und spart sich den Weg zur Arbeit. Was will man mehr?

Mittwoch, 12. März 2008

Bahn auf dem Abstellgleis?

Jedes Jahr werden neue Bahnlinien stillgelegt. Im Gegenzug werden aber nur sehr selten wieder welche in Betrieb genommen. Die Stilllegungen begründet die Bahn mit fehlenden finanziellen Mitteln und geringen Fahrgastzahlen. Mag vielleicht auch stimmen. Man muss sich nur fragen, warum dieser Zustand existiert. Der Bahn wurden von staatlicher Seite die Subventionen gekürzt. Eine Schande meiner Meinung nach. Andererseits steckt die Deutsche Bahn viel zu viel Geld in Prestige-Objekte wie z.B. den Bau des neuen Berliner Hauptbahnhofes. Auch werden stetig die Schnellfahrtsstrecken ausgebaut. Dies sollte man meiner Meinung auch tun, aber nur in einem solchen Umfang, dass andere Bahnstrecken nicht dadurch erheblich an Attraktivität und Fahrgäste verlieren. Wichtig ist, dass es eine Alternative zum ICE gibt: nämlich den RE. Er bedient auch etwas kleinere Städte und sorgt somit dafür, dass der Bahnverkehr flächendeckend bleibt. Gerade für Menschen mit kleinerem Geldbeutel sollte der RE eine attraktive Alternative bleiben. Doch die Bahn und selbst die Verkehrsverbünde greifen lieber tiefer in die Tasche und leben ihre Träume von Pomp und Prunk. Und was passiert mit der Provinz...? Ein gutes Beispiel ist die Bahnstrecke Frankenberg-Korbach. Eigentlich sollte der Regelverkehr schon in diesem Jahre aufgenommen sein; aber daraus wird nichts. Der NVV ist pleite. Er investierte lieber in das Regio-Tram-Projekt in und um Kassel als sich um das übrige Tarifgebiet zu kümmern. Der Sinn der Regio-Tram ist, dass Menschen aus den Vororten Kassels ohne Umstieg direkt in die Innenstadt fahren können. Früher fuhren die Vorstädter bis zum Hauptbahnhof und liefen von dort aus über die Treppenstraße in die Innenstadt. Es ist nicht weit - vielleicht 600m. Hier fragt man sich: Lohnt sich hier so ein Monsterprojekt überhaupt? Kann man denn noch nicht mal die 600m bis zum Hauptbahnhof laufen? Wie lange dauert es, bis die Baukosten sich amortisiet haben? Diese Fragen werden sich die Herren des NVV kaum gestellt haben. Nur wenn es um den öffentlichen Nahverkehr der ländlichen Regionen geht, dann ist den Verkehrsverbünden oder der Bahn auf einmal alles zu teuer. Oder es wird behauptet, die Fahrgastzahlen seien zu gering. Warum eigentlich? 1. Oft verkehren öffentliche Verkehrsmittel viel zu selten. Z.B. fährt der letzte Bus von Frankenberg nach Frankenau um 17.45 Uhr. Wer später fahren will, dem bleiben nur das Auto oder das AST. 2. steigen durch diese Prestige-Projekte und den hohen Ölpreis die Fahrpreise stetig an: Seit 2002 (vllt. auch noch davor) sind die Preise für die Strecke Frankenau-Frankenberg jedes Jahr gestiegen. Wo soll das noch hinführen? Jetzt kostet eine Einzelfahrkarte 3,60€. Für eine Strecke von 13 km!!!! Nebenbei: Hingegen bezahle ich bei der Bahn für eine doppelt so lange Strecke (Frankenberg-Wetter) genau das gleiche: 3,60€. Wie kann das sein?
Zurück zur Bahnstrecke FKB-KB: Die Strecke war einst die Hauptverbindung zwischen Frankfurt und Bremen. 1987 wurde FKB-KB stillgelegt und 2006 wurde die Strecke Büren-Paderborn, auf dem der Zug Bremen-Frankfurt auch fuhr, abgerissen. Heute muss man, wenn man von Frankfurt aus mit dem RE nach Bremen möchte, 4x umsteigen. In seltenen Fällen 3x. Will die Bahn ihre Kunden loswerden? So eine Strecke wäre doch rentabel und eine gute Alternative zum ICE. Und das alles flächendeckend. Was viele vergessen, ist, dass die Bahn nicht nur dem Pendlerverkehr dient, nein, er ist auch Mithelfer für einen umweltverträglichen Gütertransport, der die lästigen und schädlichen Brummis von der Straße holt. Außerdem bedeutet die Bahn eine Attraktion für Touristen. Der Privatisierungskurs à la Mehdorn und Tiefensee treibt Bahnstrecken auf dem Lande noch verstärkter in die Stilllegung.

Vielleicht in Zukunft noch mehr darüber! Beteiligt euch an der Diskussion!

Dienstag, 4. März 2008

Glücklich oder Tot?

Mir geht nicht aus dem Kopf, was mir mein Religionslehrer vor einigen Jahren mal gesagt hat:

Wer nicht glücklich ist, ist seiner Meinung nach tot!

Was haltet ihr davon? Kann man sagen: Glück=Leben? Kann man ohne Glück nicht leben? Laufen hier viele Zombies rum? Was ist Glück für euch? Gibt es Glück?

Mittwoch, 13. Februar 2008

Junge Wähler

Was haltet ihr davon, das Mindestwahlalter für Kommunalwahlen von 18 auf 16 Jahre zu senken? Einige deutsche Bundesländer handhaben dies schon so seit einiger Zeit.
Man könnte die Jugendlichen dadurch doch näher an die Politik heranführen und ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit setzen. Man muss ihnen zeigen, dass sie durch ihre Stimme etwas in ihrer Gemeinde bewegen können. Sie müssen sehen, was ihnen durch die Beteiligung in der Kommunalwahl für Möglichkeiten erschlossen werden. Außerdem könnten Schulen Präventionsarbeit gegen Rechtextremismus leisten, da 16-Jährige noch schulpflichtig sind.
Ich spreche mich zunächst nur für die Senkung des Mindestalters bei Kommunalwahlen aus, da Jugendliche kommunale Angelegenheiten die jungen Leute direkt betrifft. Es ist kann durch sie etwas bewegt werden, was sie selbst sehen und wo sie selbst wohnen. Sie können sich besonders in ihrer Gemeine für Sachen einsetzen, die sie für sich und ihren Heimatort wichtig finden(Beispiel: Skaterpark oder Jugendclub). Darüber kann in Berlin natürlich nicht entschieden werden. Berlin klingt für Jugendliche oft noch viel zu weit entfernt und mit den dort gefassten Entschlüssen haben junge Menschen manchmal wenig etwas zu tun oder es interessiert sie nicht.

Montag, 11. Februar 2008

Die Macht der Medien

Am aktuellen Beispiel in Ludwigshafen ist es mir wieder aufgefallen: Die Medien können das Volk enorm beeinflussen.

Ein Haus in dem Türken wohnen brennt ab. 9Menschen sterben. Das ist Schade-aber kein Einzelfall. In Deutschland brennt alle paar Monate ein Haus ab in dem viele Menschen sterben. Das kommt zwar in den regionalen Nachrichten-aber das war es auch.

Die Nacghrichten jetzt lauteten ungefähr:"Haus mit Türken in Lu abgebrannt-Fremdenfeindliche Tat kann nicht ausgeschlossen werden."
Natürlich kann man sowas n paar Stunden nach dem Brand nicht ausschließen. Man weiß noch nichtmal ob es überhaupt Brandstiftung war.

Trotzdem ist das Volk überzeugt von Fremdenfeindlichkeit. Alle sind ganz traurig dass 9 Menschen starben-bei den anderen die jeden Tag in Verkehrsunfällen sterben, kommen nicht 4500 Menschen zur beerdigung.

So kann man Meinungen machen.

Sonntag, 3. Februar 2008

Umweltschutz???

Mir ist aufgefallen das vieles unter dem Titel Umweltschutz verkauft wird, was nicht wirklich umweltschützend ist.

Einige Beispiele:
-Windkraftwerke. Bei der Produktion wird so enorm viel Energie verbraucht, dass viele diese Energie wieder reinholen
-Biokraftstoffe. Da in Deutschland nicht genug Fläche für den Anbau zur verfügung steht, werden in Südamerika die Tropen abgeholzt um dort Zuckerrohr anzubauen. Ein riesiger Schaden für die Natur.

Trotzdem wird sowas immerwieder als Argument für Umweltschutz genutzt. In wirklichkeit schadet es oft. Kennt ihr mehr Beispiele und was haltet ihr von sowas?

Mittwoch, 30. Januar 2008

Hessen hat gewählt - und nun?

Man denkt, der Spuk sei vorbei. Geschnitten! Jetzt geht´s erst richtig rund in Hessen!
Koalitionen bilden, ja. Aber welche? Man weiß noch nicht einmal, wer Ministerpräsident(in) werden soll. Koch beansprucht diesen Posten für sich mit der Begründung, seine Partei habe 0,1%-Punkte mehr eingefahren als die seiner Herausforderin Ypsilanti. Ypsilanti sieht sich als Siegerin und künftige Ministerpräsidentin. Dies macht sie an den erheblichen Verlusten der CDU und der Mehrheit der Abgeordneten fest, die sie als Ministerpräsidentin wählen will. Denn hinter Ypsilanti stehen die Grünen, Linken und natürlich ihre eigene Partei. Wenn alle Abgeordnete dieser Parteien Ypsilanti für das Amt des Ministerpräsidenten wählen würden, hätte sie mit 57 Stimmen einen klaren Vorsprung vor Koch, der die insgesamt 53 Stimmen der FDP und CDU auf sich vereinigen könnte.
Trotz der Mehrheit für Ypsilanti besteht Koch weiter auf sein Amt als Ministerpräsident.

Kommen wir zu den Koalitionsmöglichkeiten: Auf den ersten Blick scheint es klar. Die Parteien, die für Ypsilanti stimmen würden, bilden eine Koalition; in dem Fall rot-rot-grün. Ypsilanti als Vertreterin des linken Flügels der SPD ideologisch nicht weit entfernt von Grünen und Linken. Denkt man! Mit den Grünen möchte sie ja gerne, jedoch stört sie die Linke. Weshalb, bleibt unbegründet. Ohne die Linke hat rot-grün aber keine Mehrheit. Und was macht Frau Ypsilanti? Sie fragt bei der FDP an. Traurig, wirklich traurig. Statt einer Partei eine Koalitionsbeteiligung anzubieten, die von der politischen Überzeugung her sehr viele Übereinstimmungen mit der von Ypsilanti hat, fragt sie lieber bei den Neoliberalen an. Politisch meilenweit von dem Demokratischen Sozialismus entfernt, für den sich die SPD neuerdings wieder einsetzen möchte. Schwache Leistung von einer Frau, die doch so stark eine Löwin für ihre Partei kämpfte.
Doch die Liberalen wollen nicht! Tja, jetzt hat unsere Löwin ein großes Problem. Was bleibt ihr noch übrig? Richtig, die Große Koalition. Und Frau Ypsilanti? Sie ist für Gespräche bereit, sobald die CDU ihre Wahlniederlage einsteckt. Ja, wer hätte das denn gedacht? Nach diesen kontroversen Duellen macht sie solch ein Angebot? Hat der Wahlkampf denn nicht deutlich gezeigt, wie weit die Meinungen von SPD und CDU auseinander gehen? Man könnte meinen, im Bundestag sieht´s ja auch nicht anders aus. Nur in Hessen ist das etwas anderes. Und das weiß jeder, der den Wahlkampf auch nur einigermaßen mitverfolgt hat. Das Problem: Ypsilanti besonders links für SPD und Koch besonders konservativ in der CDU. Also, das gäbe doch nur Mord und Totschlag.
Die Jamaika-Koalition ist vonseiten der FDP ebenfalls unerwünscht und sicher auch vonseiten der Grünen. Die hätten lieber Ypsilanti als Koch. Das wäre in dieser Konstellation natürlich nicht möglich mit FDP und CDU. Also, was nun? Wer behält hier noch den Durchblick?
Wäre es nicht einfacher, wenn Frau Ypsilanti sich dazu überwinden könnte, die Linke mit in die Regierung aufzunehmen? Denn irgendjemand sich muss ohnehin überwinden; so kann es nicht weitergehen. Eine rot-rot-grüne Koalition läge doch nahe. Ideologisch und überhaupt. Weshalb lässt sich Frau Ypsilanti lieber auf Neoliberale oder Schein-Christdemokraten ein, als auf die ihr viel näher stehenden Demokratischen Sozialisten? Sieht sie in der Linken eine Art besondere Konkurrentin gerade aufgrund der Übereinstimmung vieler Punkte in den Programmen beider Parteien und scheut deshalb den Umgang mit ihr aus Angst vor Stimmverlusten? Wenn das wahr ist, ist das wirklich traurig. Da ist man sich schon so nahe und dann will man sich noch verfeinden? Nein, das tut wirklich niemandem gut.

Kommentare auf jeden Fall erwünscht!


Nachtrag am 1.2.2008: Die FDP schließt eine Jamaika-Koalition nicht mehr aus. Dass die Grünen sich auf CDU und FDP einlassen werden, ist meiner Meinung nach unwahrscheinlich. Der Druck von diesen zwei Parteien auf die Grünen wäre viel zu groß.

Montag, 28. Januar 2008

Wie kommt ihr damit klar?

Manchmal macht man sich mal Gedanken.
Eigentlich zerstört man etwas mit jeder Sache die man tut.

Ist man Fleisch, dann macht man sich damit indirekt zum Mörder. Will man dann nur noch Vegetarisch Leben zerstört man Pflanzen die nur dafür angebaut wurden um sie später zu zerstören. Damit diese Pflanzen wachsen können musste ein Stück Natur zerstört werden.

Egal was man tut, man macht immer etwas kaputt. Trotzdem können wir unbekümmert damit leben.

Wie macht ihr das? Habt ihr an sowas noch nie gedacht oder habt ihr es nur verdrängt?

Freitag, 25. Januar 2008

Arbeitnehmer beziehungen

Oft bekomme ich mit, dass Arbeitnehmer kein bisschen mehr Loyal gegenüber ihrem Arbeitgeber sind.
Das fängt damit an, dass der Job schon für minimal bessere Bezahlung gewechselt wird. Die Arbeitnehmer gegenseitig raus mobben. So wenig arbeiten wie möglich (laut einer Studie wird nur 68% der bezahlten Zeit gearbeitet).
Immer öfter kommt es zu Veruntreuungen von Geldern sowie verstärkte Schmiergeldzahlungen (mehrere 100Milliarden Euro).

Das ist allerdings nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt. Manager veruntreuen Gelder genauso wie einfache Angestellte.

Warum? Wo ist der Arbeitgeber von früher hin? Damals waren viele sogar stolz auf ihre Firma und sahen sich als Teil davon. Und jetzt? Nur noch Mißmutige die versuchen ihren Geldgeber schädigen und sich dann auch noch über ihn Beschweren?
Hat denn niemand mehr Anstand?

Freitag, 18. Januar 2008

Wie christlich ist die CDU?

Ich zähle die Tage bis zur Landtagswahl: 9 sind es noch an der Zahl. Da wird es Zeit, ein besonders heikles Thema anzusprechen, das die CDU angeht: Nämlich ihre scheinchristliche Ausrichtung. Gerne rühmen sich ihre Mitglieder, Christdemokraten zu sein. Doch haben sie ihren Titel wirklich verdient? Ich sage nein. 7 gute Gründe hierfür:

1. Die CDU lehnt einen allgemeinen Mindestlohn ab. Dies begründet sie damit, dass er den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands gefährde. Liebe CDU, wenn in der deutschen Wirtschaft ein Aufschwung zu spüren ist, dann möchte ich doch wenigstens einen kleinen Anteil in Form des Mindestlohns an ihm haben. Ich betone: Der Mindestlohn ist die untere Schmerzgrenze. Und selbst dort möchte die CDU der Bevölkerung keinen minimalen Anteil gewehren. (ausführlicher Artikel zum Thema "Mindestlohn" siehe "Wertvolle Arbeitsplätze?"

2. Die Erhebung der Studiengebühren ist für die CDU gerechtfertigt. Sie möchte dadurch die technische Ausrüstung der Hochschulen modernisieren. Das ist ja alles schön und gut mit der Modernisierung, nur auf der anderen Seite werden die übrigen Zuschüsse, die die Hochschulen von der Landesregierung bisher bekamen, höchstwahrscheinlich drastisch gekürzt. Die Erhebung der Gebühr ist also nur eine Verlagerung der finanziellen Verantwortung für die Universitäten vom Land Hessen auf die Studenten. Studiengebühren vernichten das Prinzip der Chancengleichheit und sind daher aus menschlicher Sicht nicht hinnehmbar. Da helfen auch keine Finanzierungsvorschläge vonseiten der CDU für Studenten. (ausführlicher Artikel: Studiengebühren - sozial gerechtfertigt????)

3. Die Progressiv- oder auch Reichensteuer lehnt die CDU ab. Dies bedeutet, dass ihr der christliche Aspekt der Gerechtigkeit egal ist.

4. Ein Gegner des Kündigungsschutzes ist die CDU ebenfalls. Wieder eine sehr unhumane und damit unchristliche Entscheidung.

5. Die von SPD, Grünen, Linken und freien Wählern geforderte Gemeinschaftsschule betrachtet die CDU als eine Einheitsschule ohne besondere Förderungsmöglichkeiten, obwohl Studien im skandinavischen Ausland das Gegenteil beweisen. Daneben besitzt die CDU die Dreistigkeit, die Gemeinschaftsschule als "sozialistische Rolle rückwärts" zu bezeichnen, womit sie diese Schulform als eine Ausgeburt des ehemaligen Ostblocks ansieht, was völliger Unsinn ist. Wir wissen, das diese Schulform sehr weit verbreitet ist. Auch im Westen. Außerdem hat die CDU die Gunst der Stunde genutzt, um noch einmal eine äußerst schmutzige Propaganda gegen linke Politik zu machen.

6. Gegen eine Höchstgrenze für Spitzenverdiener oder für deren Abfindungen spricht sich die angeblich so christliche Partei ebenfalls aus. Was mag das wohl bedeuten? Hat vielleicht so mancher CDU-Mann schon eine lukrative Stelle in einem Aufsichtrat eines Energiekonzerns in Aussicht und möchte seinen zu erwartenden hohen Verdienst nicht missen?

7. A propos Energiekonzerne: Von der Vertretung moralisch-ethischer, religiöser Werte dürfte bei der Vorstellung der Engergiepolitik der CDU erst recht keine Rede sein. Solange befürwortet wird, dass Kohle- und Ölkraftwerke übermäßig CO2 in die Luft schleudern und Atommüll abgeladen wird, hat dies für mich nichts mehr mit verantwortungsvoller, vertretbarer Energiepolitik zu tun.
Unserer Möchtegern-Klimakanzlerin sind die CO2-Grenzwerte aus Brüssel für Neuwagen wohl zu hoch? Sie sagt, die deutschen Autobauer würden durch diese Regelung unverhältnismäßig groß benachteiligt. Auch durch die Kürzung der Regionalisierungsmittel und durch die großen Pläne für den Autobahnbau signalisiert sie, nicht besonders am Klimaschutz interessiert zu sein. Müsste der Umweltschutz aus ethisch-moralischen Gründen denn nicht vor der Wirtschaftlichkeit stehen?

Über Kommentare freue ich mich immer.






Montag, 14. Januar 2008

Schuld/Freier Wille

Ich habe mir mal Gedanken zur Schuld gemacht

Oft schieben Leute die Schuld auf etwas anderes. Sowas kennt jeder und macht auch jeder.
Mir ist aufgefallen, dass es oft sogar stimmt. Jedes handeln wird von einem Handeln hervorgerufen.
Das kann z.B. eine schlechte Erziehung sein. Diese wurde allerdings durch die vorige Generation vorgelebt. Viele Gesellschaftliche Einflüsse kommen da zusammen.

Das würde allerdings bedeuten, dass niemand Schuld ist und gleichzeitig jeder. Jeder hat zwar jemanden beeinflusst. Dies aber nur weil die Person schon vorher beeinflusst worden ist.

Diese Theorie sagt besagt allerdings auch, dass man nichts aus "Freiem Willen" tun kann, da jedes Handeln eine Reaktion auf ein anderes ist.

Die CDU im hessischen Wahlkampf

Der Wahlkampf in Hessen ist entbrannt, wie sonst kaum. Alle beteiligten Parteien versuchen mit kaum gekannter Härte, ihre Stimmen zu bekommen. Unter allen guten Argumenten, sind allerdings auch einige, die äußerst fraglich sind.
Das beste Beispiel hierfür ist die CDU. Da schreiben sie in der aktuellsten Broschüre z.B., Zitat:"Wir wollen verantwortliche Energiepolitik mit vernünftigen Preisen statt Landschaftsverschandelung mit zusätzlichen hunderten von Windrädern." Leider gibt es da ein kleines Problem, nämlich, dass heutzutage nahezu keine "verantwortungsvolle Energiepolitik" möglich ist. Wie denn auch? Öl-, Kohle- und Gaskraftwerke sind eigentlich die schlechteste Lösung aber am weitesten (nahezu überall) verbreitet. Kernkraftwerke sind da schon besser, allerdings ist da immer noch die Strahlung und die Gefahr eines Störfalles mit unabsehbaren Folgen (Tschernobyl)und die vor allem von "den Grünen" so hoch gelobten "regenerativen Energien" (Wasser-, Wind- und Solarenergie), sind zu teuer und wirken sich unter Umständen schädlich auf unser Ökosystem aus (Windräder in Vogelzuggebieten). Bis etwas neues erfunden wurde müssen wir mit diesen Methoden zwar Vorlieb nehmen und es gibt da auch gute und schlechte, aber als "verantwortungsvoll", kann man keine dieser Methoden bezeichnen, vor allem angesichts dessen, dass ja jeder weiß, dass die CDU immer für Kernkraft war.
Ich finde das ist reiner Populismus, genau wie der angebliche "linke Ruck" in der SPD. Das sagen sie nur, weil ihnen sonst durch die Beliebtheit der "Linken", besonders in sozialen Fragen, die sie schon immer stellte, die Felle wegschwimmen.

Quelle: Wahlwerbebroschüre der CDU "Christian Wagner, Mutig. Modern. Menschlich. CDU Hessen", vom Januar 2008.

Sonntag, 13. Januar 2008

Die perfekte Firma Teil 3

Das Marketing.

Zuerst braucht man einen guten werbespot. Dieser Werbespot sollte die Kunden über ihren Stolz erreichen.
Ein gutes Beispiel ist dieser:
http://de.youtube.com/watch?v=PKA1M4yaDmc
Die Kampagne "Du bist Deutschland" versucht vermutlich diese Strategie für einen guten Zweck durchzuführen.

Eine solche Strategie könnte allerdings auch für Kommerzielle Zwecke genutzt werden. Genau dies tut die perfekte Firma. In dem Spot würde auf irgendeinen Stolz angesprochen werden, wodurch die Leute gerührt wären. Das würde das Image der Firma erneut verbessern.

Diese Werbung darf natürlich nicht nur im TV laufen sondern muss flächendeckend eingesetzt werden. Dazu gehören auch Plakate,Zeitung,Zeitschriften und Radio.

Ein weiterer Punkt wäre das Virale Marketing.
Hier wird die Perfekte Firma nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht. Das ist sehr günstig und sehr effektiv.

Samstag, 5. Januar 2008

Warum tut niemand was?

Fast gar keine Menschen sind mit der Politik zufrieden. Jammern tun viele. Was dagegen tun aber nur wenige. Kaum jemand bemüht sich was an der aktuellen Politik zu ändern.
Es gibt so viele möglichkeiten auf die Politik Einfluss zu nehmen
  • Demonstrationen
  • Bei den Wahlen andere Parteien wählen
  • Bürgergemeinschaften
  • Bloggs und Websites zu politischen themen
Warum nutzen so wenige diese Möglichkeiten?

Freitag, 4. Januar 2008

Wer gehört zur Elite? Teil 2

Der Wahlkampf in Hessen flammt auf. Am 27.1. ist es soweit - die Landtagswahlen stehen vor der Tür. Ein beliebtes Thema ist nach wie vor die gute, alte Bildungspolitik. Während die CDU und die FDP am verstaubten 3-gliedrigen Schulsystem festhalten, suchen SPD, Linke, freie Wähler und Grüne eine Alternative. Eine Gemeinschaftsschule, ähnlich der in Skandinavien. Hauptschüler würden weniger der Stigmatisierung ausgesetzt werden und hätten bessere Chancen, aufzusteigen und einen besseren Schulabschluss zu schaffen. Die Spaltung in diese 3 "Stände" würde abgeschafft werden. Denn die Hauptschule ist längst zur "Ghetto-Schule" geworden, eine Schule der sozial Schwachen und Ausländer, an der aus Frustrationsgründen Gewalt und Kriminalität oft an der Tagesordnung stehen. Die Gemeinschaftsschule würde diese gefährliche Struktur zerbrechen und zur Vermischung der sozialen Schichten beitragen. Nicht, dass Kriminalität dann an jede Schule komme, nein! Gerade deshalb, dass Lern- und sozial Schwache durch die Hauptschule aus der Gesellschaft und Arbeitswelt so gut wie ausgeschlossen werden, verursacht Perspektivlosigkeit und Frust. Gewalt und Kriminalität sind die Folgen. Gesellschaftliche Schranken auflösen und voneinander lernen ist hier das Motto. Außerdem sichern Gemeinschaftsschulen den Unterricht an kleineren Dorfschulen (zur Zeit oft Hauptschulen), die von der Schließung bedroht sind, da sie in Zukunft aufgrund der Vertretung aller Schulzweige mehr Schüler haben werden. Dadurch würde auch der Schulweg extrem verkürzt und Schüler nicht aus ihrem Freundeskreis und ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wer gehört zur Elite? Teil 1

Die Besten werden gesucht. Nein, nicht die Besten. Die Besten der Besten. Die Elite.

Freiburg, Heidelberg, Konstanz, Berlin, Aachen, Göttingen, München, Karlsruhe. Hier sitzen sie, die Besten der Besten. Deutschland will Elite-Unis. Aber wieso? Muss die eine Uni besser sein als die andere?

Aus den Besten die Elite herauspicken. Höherstellen. Der Ausleseprozess geht weiter: Von der Grundschule, wo einem schon für die weitere Schul- u. Lebenslaufbahn ein Stempel verpasst wird zur Eliteuni, die nur die Crème de la Crème besuchen darf. Die konventionellen Unis stehen im Schatten der "grandes écoles", wie sie in Frankreich heißen. Die ganze high society wird dort studieren. Es werden daraus die größten Politiker, Wirtschaftsbosse und Manager hervorgehen. Wer will denn noch Leute von der normalen Uni? Ist es nicht besser (und gerechter!), wenn es für Universitäten einheitliche Standards gibt?