Montag, 17. Dezember 2007

Die Stellung der Linkspartei zur Abtreibung

Ich persönlich, bin eigentlich ein strikter Befürworter des § 218 und trotzdem, dass ich die Linkspartei in den meisten Punkten ihres Programmes unterstütze, bin ich mit einigen Punkten desselben auch nicht einverstanden. z.B. der Meinung über § 218. Da steht nämlich im (vorletzten) Programm der Linken (damals noch "die linke PDS"): "Wir halten unsere Forderung aufrecht und treten nach wie vor für die Streichung des § 218 ein". Das wird dort mit "dem Recht der Frau auf selbstbestimmte Schwangerschaft" begründet.

In erster Linie frage ich mich da schon mal, dass wenn diese besagte Partei auf Seite 1 schreibt, "Wir, ... mit anderen über die Wege zu sprechen, die zu einer ... Gesellschaft führen, in der ... der Satz eingelöst ist, mit dem das Grundgesetz für die BRD beginnt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." auf Seite 23 solch eine Stellung zum Thema Abtreibung nehmen kann. Natürlich sollte man die Emanzipation unterstützen, aber es gibt wie mit allem auch Grenzen. Das es dabei aber immer noch um das Leben von Menschen geht, machen sich viele nicht bewusst. Aus diesem Grund bin ich auch nach wie vor ein Gegner dieser Meinung, da man sich ersten zurückhalten sollte, wenn man kein Kind möchte und zweitens wenn es nicht anders geht es weggeben kann. Daher fordere ich, dass der § 218 sogar noch verschäft wird. Abtreibung sollte, außer im Falle einer Behinderung des Kindes, oder in dem Fall, dass der Tod der Mutter droht als Mord angesehen wird.

Zu den restlichen 357 Paragraphen und dem hochinteressanten Wehrstrafgesetz der BRD später mehr.

Quellen: DIE LINKE PDS Programm
Strafgesetzbuch vom 15.Mai 1871 in der Fassung vom 2.Januar 1975

Kommentare:

Mr. Anderson hat gesagt…

Interessant, aber etwas trocken.

Bergdoktor hat gesagt…

Ich unterstütze die Thesen des Autors voll und ganz. Die Frau hat zwar das Recht, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, doch was ist, wenn sich in ihrem Körper bereits ein anderer Körper befindet? Das Leben eines Menschen fängt im Leib der Mutter an. Wissenschaftliche Studien beweisen die These, dass das Kind bereits im Körper der Frau arkustische Signale wahrnimmt und sie verarbeiten kann. Daher rührt auch der Effekt, dass Babies von der Mutter moralisch abhängig sind, da sie die Stimme der Mutter als erste wahrnehmen.

Mr. Anderson hat gesagt…

Ja schon klar. Allerdings wäre abtreiben immernoch besser, wenn die Mutter schon vorher weiß, das sie sich nicht um das Kind kümmern kann.

Bergdoktor hat gesagt…

Wieso? Wozu gibt es dann bitte schön Babyklappen? Hier kann die Mutter ihr Kind anonym abgeben. Geht das denn nicht deutlich genug aus dem Text hervor?

Mr. Anderson hat gesagt…

die gibts aber nicht überall. ich wüsste nicht wo die nächste ist.

Außerdem müsste die Mutter dann ohne ärztliche Hilfe entbinden. Das birgt gesundgheitliche risiken.

Bergdoktor hat gesagt…

Nein, was hat das denn damit zu tun? Außerdem gibt es 80 Babyklappen in Deutschland, also fast in jeder großen Stadt eine. (Quelle: Wikipedia)
Es gibt auch Kinderheime.

Mr. Anderson hat gesagt…

Wir haben mehr als 80Städte in Deutschland.

Eine wichtigere Frage für die Klärung der Frage wäre: Wann ist ein ungeborenes ein Mensch?
Befruchtung der Eizelle?
Embryo?
Dann wenn das Kind selbstständig leben kann (Organe fertig ausgebildet)?
Geburt?

Bergdoktor hat gesagt…

Ich habe geschrieben in jeder GROSSEN Stadt. Auch wenn es einer größeren Anreise bedarf, macht das gute Gewissen alles wieder wett.
Oder man nutzt eben die bereits angesprochenen alternativen Methoden. Wie bereits geschrieben, das Kind lebt schon im Mutterleib. Es fühlt und hört. Spätestens jetzt ist von einem lebenden Menschen die Rede. Wann das Leben jedoch frühestens anfängt, das weiß ich nicht. Vielleicht bei der ersten Zellteilung, ein Merkmal des Lebens. Aber diese Frage möchte ich den Biologen überlassen.
Auf jeden Fall ist ein Ungeborenes spätestens ein Mensch, wenn es hören und fühlen kann. In diesem Entwicklungsstadium muss Abtreibung verboten bleiben.

Mr. Anderson hat gesagt…

Ich glaube das ist das Problem. Einen Menschen abzutreiben wäre Mord. Treibt man etwas nicht lebensfähiges um, ist es nicht sio schlimm...

Antika hat gesagt…

Menschen müssen selber entscheiden ob sie für oder gegen Abtreibung sind. Ein schwieriges Thema was nicht einfach nur mit der "Moral-Frage" beantwortet werden kann.
Wäre meine Freundin schwanger gewesen wäre ich gegen eine Abtreibung gewesen aber darum diese meine Meinung als allgemeines Recht zu beschließen sehe ich problematisch.

Abtreibungen wurden ja erlaubt, weil die Frauen eh abgetrieben haben, damals stand dieses Handeln aber unter keinerlei Kontrolle. Diese Abtreibungen wurden von ungeschulten Menschen vollzogen, bei denen meist nicht nur das entstehende Leben des Embryos sondern auch das Leben der Mutter beendet wurde.
Hinzu kam, dass es keine Kontrolle über das Alter des Embryos gab, Abgetrieben wurde wie bliebte.
All das sollten sich Menschen, die per Gesetz das Abtreiben verbieten wollen vor Augen halten.